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4K-Auflösung

4K-Auflösung: mehrfach besser als Full HD

Scharf oder sehr scharf? Bei Fernsehgeräten hieß die Antwort darauf bis vor Kurzem: HD (High-Definition) oder Full HD. Doch es geht noch schärfer: 4K-Auflösung oder schlicht 4K heißt die neue Technologie, auf die die Hersteller von Fernsehern und Playern in Zukunft setzen. Auf der Consumer Electronic Show (CES) Anfang 2012 in Las Vegas haben unter anderem LG, Sharp, Sony und Toshiba Fernseher mit 4K-Auflösung vorgestellt, die in den nächsten Wochen und Monaten in den Handel kommen sollen.

Was steckt hinter der 4K-Auflösung? 

Bildschärfe

Die 4K-Technik verspricht dem Zuschauer eine deutlich größere Schärfe des Fernsehbildes.

Bei Full HD-Fernsehgeräten wird in 1080 Zeilen jeder Punkt eines Bildes eins zu eins auf dem Display angezeigt. Die Abkürzung 4K steht nun für 4000 und meint damit die ungefähre Anzahl horizontaler Bildpunkte. In diesem Fall eine vierfach höhere Auflösung als Full HD. Noch gibt es unterschiedliche 4K-Standards. Der “QFHD“-Standard (Quad Full High Definition, 4K2K) hat ein Bildformat von 3840 x 2160 Bildpunkten bzw. Pixel, oder einfacher ausgedrückt: 30 Bilder pro Sekunde. Für eine 3D-Darstellung ist das allerdings noch zu wenig. Die nächste 4K-Stufe ist das “Ultra HD“. Es bezeichnet eine Auflösung von 4096 x 2160 Bildpunkten. 

Die Spitze des Eisbergs bildet das so genannte “UHDTV“-Bildformat. Die Abkürzung steht für “Ultra High Definition Television“ und bietet Auflösungen von 7680 × 4.320 Bildpunkten – eine fast 16-fache Full HD-Auflösung.

 

Ist Full HD bereits out?

Bis die Full HD Technologie von 4K-Systemen abgelöst wird, wird es noch einige Zeit dauern. Zwar gibt es bereits einige wenige Fernseh-Geräte bzw. Displays, die 4K fähig sind – wie der Toshiba 55-ZL2 –, allerdings noch keine Inhalte, die für diese hohen Auflösungen produziert wurden.

Blu-ray-Discs zum Beispiel spielen Filme in Full HD ab und der Fernseher müsste auf die höhere 4K-Auflösung skaliert werden. Das hätte einen Qualitätsverlust zur Folge.  Außerdem haben die meisten deutschen TV-Sender ihr Programm erst in den letzten zwei Jahren auf HD umgestellt, also auf eine Auflösung ab 720p. Diese Auflösung nutzt die Möglichkeiten eines 4K-Systems bei weitem nicht aus.

Einige Hersteller bieten Blu-ray-Player, die die Bildqualität auf 4K-Auflösung skalieren können, zum Beispiel der Sony BDP-S790, der ab Mitte Mai 2012 erhältlich ist. Ebenfalls von Sony ist mit dem VPL-VW1000ES auch ein 4K fähiger Projektor erhältlich – allerdings zum Preis eines Kleinwagens. Auch für die Playstation 3 hat der japanische Hersteller ein 4K-Update angekündigt.

 

Wo kann man 4K schon heute erleben?

Der britische Fernsehsender BBC plant in einer Versuchsphase die Olympischen Sommerspiele 2012 in London in “UHDTV“-Auflösung zu übertragen. Wettbewerbe in Ultra High Definition wird es allerdings nur in wenigen ausgewählten Public-Viewing-Einrichtungen auf 15-Meter großen Leinwänden zu sehen geben.

In vielen Kinos dagegen hat die neue Technologie bereits Einzug gehalten. Laut Sony Professional sind bereits in über 10.000 Kinos weltweit Projektoren mit 4K-Auflösung installiert. Allerdings müssen die Kinofilme dafür auch mit einer höheren Bildrate gedreht worden sein. Dies ist bei sehr wenigen Filmen, unter anderem bei “Men in Black 3” und bei Peter Jacksons “Der kleine Hobbit“, der Fall. Bis dagegen 4K in Heim-Kinos superscharfer Standard ist, werden noch ein paar Jahre vergehen.

Michael Fischer, 2.5.2012
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4 Kommentare

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Lieber Herr Fischer...

Sie sollten Ihren Bericht nocheinmal vollständig überprüfen. Er enthält einige haarsträubende Fehler.
Ein Beispiel: 4K beschreibt die ungefähre Anzahl der vertikalen Bildpunkten. ...nicht der horizontalen.
Auch in ihren "Berechnungen" sind einige grundlegenden Fehler. Bitte nochmal nachrechnen.


reicht erst einmal Full HD. Ausserdem habe ich keine Lust, mir alle 8 Wochen einen neuen Fernseher zu kaufen. Zudem ist es fraglich, ob die Netze soviel Infoi überhaupt transportieren können...Immer das selbe Spiel, langsam wirds langweilig und zuweilen auch teuer!


"Der “QFHD“-Standard (Quad Full High Definition, 4K2K) hat ein Bildformat von 3840 x 2160 Bildpunkten bzw. Pixel, oder einfacher ausgedrückt: 30 Bilder pro Sekunde."

Was hat denn die raeumliche (3840 x 2160) mit der zeitlichen Aufloesung zu tun?
Bitte korrigieren.

Auch die 2. Information ist falsch: 30 Bilder/s sind nur dann fuer echtes 3D zu wenig, wenn eine Shutter-Technik angewendet wird (Abwechselnd Bilder fuer linkes und rechtes Auge senden) - es gibt aber auch zB die Polfilter technik, die beide Bilder simultan sendet (Die nutzt die grauen Brillen zB im Kino) und noch Techniken die dem Vexierbild aehneln und beispielsweise beim Nintendo 3DS Handheld zum Einsatz kommen.

Bitte um Aufklaerung oder Korrektur.


Bei handelsüblichen TV-Größen sieht der Zuschauer nicht mal wirklich einen Unterschied zwischen 720p und 1080p bei normalen Sitzabstand. "Schuld" daran sind unsere Augen. Full-HD oder gar 4K bringen bei gleichem Sitzabstand erst ab riesigen Bildschirmdiagonalen etwas.