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Einführung

Armut

Armut wird nicht erstrebt - sondern erlitten. Und dass von sehr vielen Menschen auf der Welt. Über eine Milliarde Menschen leben weltweit am Rande des Existenzminimums. Wann spricht man von Armut?

Unter Armut versteht man in erster Linie den Mangel an lebenswichtigen Gütern. Armut und Hunger gehen also oftmals Hand in Hand. Derzeit leiden nach Angaben des UN World Food Programmes rund 925 Mio. Menschen auf der Erde Hunger. Jeder siebte Mensch auf der Welt hat demnach nicht genug zu essen, um ein gesundes, aktives Leben führen zu können. Wir Menschen, so muss man leider feststellen, haben das Problem Welthunger nicht im Griff.

Auch in Deutschland leiden Menschen unter Armut, auch wenn man dann häufig von "relativer Armut" spricht, das heißt, jemand ist arm im Vergleich zu seinem jeweiligen sozialen Umfeld.  Wer in Deutschland als arm gilt, kann in der Regel noch seine Grundbedürfnisse befriedigen, hat aber kaum Mittel, um am sozialen Leben teilnehmen zu können. Ein Umstand, der vor allem für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien schwer ist. Aber immerhin: Wer in Deutschland kein Geld hat, hat in der Regel Anspruch auf Sozialhilfe - es sei denn, er befindet sich illegal im Land - oder verzichtet freiwillig auf staatliche Unterstützung.

Laut einer Bertelsmann Studie zur Hartz-IV-Quote vom Februar 2012 zeigen sich bei der Kinderarmut große Unterschiede innerhalb Deutschlands. Berlin ist demnach das Bundesland mit der höchsten Armutsquote.

In Entwicklungsländern ist die Situation extrem - hier ist jedes vierte Kind untergewichtig. Unicef warnt: "Diese Kinder können sich nicht richtig entwickeln und bleiben oft ihr Leben lang geistig und körperlich zurück. Chronisch mangelernährte Kinder sind zudem anfällig für Infektionen. Häufiges Kranksein wiederum zehrt ihre Körper weiter aus - ein Teufelskreis."

Wir widmen uns dem Thema "Armut" - mit ihren oft dramatischen Auswirkungen - in unserem Themenspezial.

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