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Heuschnupfen

Praktische Tipps für Pollenallergiker

Niesattacken, Schnupfen, juckende Augen und geschwollene Lider sind für Allergiker eindeutige Zeichen: Die Pollen fliegen wieder. Die kleinen umherwirbelnden Blütenstaubteilchen plagen jedes Jahr Millionen Deutsche, die unter Heuschnupfen leiden. Wer einfache Tipps beherzigt, kann den Alltag in der Pollenflugsaison jedoch um einiges erträglicher gestalten – und die Allergie unter Umständen auf Dauer sogar ganz loswerden.

Junge Frau schnaubt in Taschentuch
Rund ein Fünftel aller Deutschen leidet in der Pollensaison unter Heuschnupfensymptomen: Fließschnupfen, Niesreiz und Augenjucken.

„Das oberste Gebot bei Allergien ist eigentlich, den allergenen Stoffen möglichst aus dem Weg zu gehen“, sagt Ludger Klimek, Leiter des Zentrums für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden. Experten nennen diese Strategie Karenzmaßnahme. Was zum Beispiel bei einer Lebensmittelallergie in der Regel gut gelingt, ist jedoch bei überall umherfliegenden Pollen kaum umzusetzen. Um den allergischen Schnupfen in Schach zu halten, müssen Betroffene deshalb wirksamere Maßnahmen ergreifen – sonst besteht die Gefahr, dass die Beschwerden chronisch werden, sich von den oberen Atemwegen auf die Bronchien ausbreiten und dort ein Bronchialasthma in Gang setzen.

Schon bei den ersten Symptomen sollten Heuschnupfen-Geplagte deshalb unbedingt eine Behandlung mit Medikamenten einleiten. Treten die Beschwerden zum ersten Mal auf, sollte vorher ein Arzt konsultiert werden. Dieser kann feststellen, worauf der Patient reagiert und zudem andere Erkrankungen ausschließen. Lautet die Diagnose Pollenallergie, sind Antihistaminika und Kortisonsprays die gängigsten Mittel für die symptomatische Therapie. Sie dämmen die Entzündung der Schleimhäute und lindern auf diese Weise die Beschwerden.

Lüften nach Stundenplan

Zusätzlich kann schon das Einhalten einfacher Verhaltensregeln die Belastung zumindest in der eigenen Wohnung deutlich senken. „Man sollte versuchen, sein Zuhause so pollenfrei wie möglich zu halten“, rät Klimek. Er empfiehlt Allergikern, nachts oder in den frühen Morgenstunden zu lüften, weil zu dieser Zeit die Pollenkonzentration in den Städten erfahrungsgemäß am geringsten ist. Auf dem Land ist die beste Zeit zum Lüften dagegen abends. Dabei sollte möglichst kurz und kräftig gelüftet werden, anstatt die Fenster die ganze Nacht hindurch geöffnet zu lassen. Spezielle Pollenfluggitter in den Fenstern können die lästigen Blütenstaubteilchen ebenfalls fernhalten, behindern allerdings auch die Sicht nach draußen. Zur effizienten Pollenbeseitigungsstrategie gehört auch häufiges Putzen. Hierbei ist nass Wischen die Methode der Wahl – trocken Wischen oder Staubsaugen wirbelt die Pollen nur unnötig auf.

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