Gute Konjunktur stärkt das Wachstum
Der im Jahr 2006 einsetzende Anstieg der Erwerbstätigkeit (plus 242 000 Personen oder plus 0,6 Prozent gegenüber 2005) hat sich nach den vorliegenden Zahlen im Jahr 2007 verstärkt fortgesetzt. Zur positiven Entwicklung hat insbesondere die anhaltend gute konjunkturelle Lage beigetragen. Darüber hinaus spielten die sehr milde Witterung zu Beginn des Jahres 2007 sowie das Ende 2006 eingeführte Saison-Kurzarbeitergeld eine Rolle.
Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem durch eine verstärkte Zunahme der Arbeitnehmer. Ihre Zahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 595.000 Personen (plus 1,7 Prozent) auf knapp 35,3 Millionen Beschäftigte und lag damit nur knapp unter dem bisherigen Höchststand des Jahres 2001 von gut 35,3 Millionen Beschäftigten. Der wirtschaftliche Aufschwung erreichte dabei vor allem die voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Auch bei den Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger gab es Zuwächse: Ihre Zahl stieg im Vorjahresvergleich um 54.000 (plus 1,2 Prozent) auf rund 4,4 Millionen Personen.
Dienstleister auf Platz 1
Die positive Beschäftigungsentwicklung gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt verteilte sich im Jahr 2007 auf fast alle Wirtschaftsbereiche. Die meisten Stellen entstanden im Dienstleistungsbereich. Dieser Sektor erhöhte seinen Anteil an allen Erwerbstätigen auf 72,4 Prozent (504.000 Personen oder plus 1,8 Prozent). Im Jahr 1991 lag dieser noch bei 59,5 Prozent.
Die Erwerbstätigkeit im Baugewerbe wuchs ebenso (plus 40 000 Personen oder plus 1,9 Prozent) wie im Bereich der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei (plus 9 000 Personen oder plus 1,1 Prozent) als auch im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe (plus 96.000 Personen oder plus 1,2 Prozent). Das Baugewerbe hatte im Vorjahresvergleich zuvor seit elf Jahren Beschäftigungsverluste zu verzeichnen, der Bereich Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei seit acht Jahren und das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe seit fünf Jahren.



