Lexikon
Laterạnverträge
drei 1929 im Lateran zwischen Italien und dem Hl. Stuhl zugleich mit einem Konkordat abgeschlossene Verträge zur Lösung der Römischen Frage. Die Souveränität des Hl. Stuhls über die Vatikanstadt (Kirchenstaat) wurde staatsrechtlich anerkannt, dafür gewährte der Papst dem Königreich Italien die seit 1870 verweigerte Anerkennung. Die katholische Religion wurde als Staatsreligion Italiens bestätigt. Die Verpflichtungen der Lateranverträge bilden einen Teil der italienischen Verfassung von 1947. 1971 wurden in Italien Ehescheidungsgesetze beschlossen, die den Lateranverträgen widersprachen. Seit der Revision der Lateranverträge von 1984 ist der römische Katholizismus nicht mehr Staatsreligion.
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