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150 Jahre Vererbungsregeln

Gregor Mendel – der „Vater der Genetik“

„Meine Zeit wird schon noch kommen…“, als der Augustinermönch Johann Gregor Mendel vor 150 Jahren seine Vererbungslehre vorstellte, stieß er auf taube Ohren. Acht Jahre lang hatte er mühsam und mit Ausdauer in Kreuzungsexperimenten die Vererbung von Eigenschaften bei Erbsenpflanzen untersucht. Doch erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden seine Ergebnisse zu einem Grundstein der modernen Genetik.

Fotoporträt Gregor Mendels
Der Mönch Gregor Mendel als Erforscher der Vererbungslehre

Unser Aussehen, unsere Eigenschaften und Merkmale, alles liegt gespeichert auf unseren Genen und wird von Generation zu Generation vererbt. Heute können wir Vererbungsmuster anhand von Genen und ihrer DNA mit Hilfe modernster Verfahren rasch untersuchen, aber im 19. Jahrhundert bedurfte es eines klugen Hobby-Wissenschaftlers, 34 Saatgutportionen, viel Mathematik und einer Menge Zeit, Ausdauer und Disziplin.

Vom Bauernjungen zum Naturforscher

Johann Mendel wird 1822 als Sohn von einfachen Bauersleuten geboren, schon von Kindestagen an ist er von Pflanzen und ihren vielfältigen Ausprägungen fasziniert. Ein Dorfpfarrer erkennt seine Leidenschaft und Begabung und weist seine Eltern darauf hin. Sie ermöglichen ihm daraufhin die Schulausbildung und die ersten Jahre des Studiums – zur damaligen Zeit für Bauern keine einfache oder selbstverständliche Karriere.

„Einige Unglücksfälle“ und die „bitteren Nahrungssorgen“, so schreibt Mendel in seiner Autobiografie von 1850, zwingen ihn 1843 jedoch zum Eintritt in ein Kloster. Hier erhält er den zusätzlichen Namen Gregor. Da Mendel jedoch für die Seelsorge zu zart besaitet scheint, nutzt er nun als Mönch seine freie Zeit für seine Leidenschaft – die Pflanzen. Bald beginnt er auch wieder zu studieren.

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