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Leben Möwen nur am Meer?
Nein, auch im Binnenland sind sie anzutreffen. So kann man beispielsweise Silbermöwen (Larus argentatus) im Winter häufig auf Mülldeponien und in Häfen begegnen, wo sie auf Abfälle hoffen. Diese an der deutschen Nordseeküste häufigste Möwe, die zu den Großmöwen zählt und sich zur Brut in oft riesigen Kolonien zusammenfindet, sucht ansonsten Strand und Watt nach Nahrung ab und frisst neben Würmern und Krebsen gerne Muscheln, die sie zum Öffnen auf Felsen fallen lässt. Wird die Nahrung knapp, scheut sie sich nicht, die Eier oder Küken ihrer Artgenossen zu rauben. Da Möwenkot ein guter Dünger ist, wurde die Silbermöwe auf einigen Nordseeinseln unter Schutz gestellt.
Silbermöwen leben oft in Gesellschaft von Lachmöwen (Larus ridibundus), der in Europa vermutlich häufigsten Möwenart. Wie sie zu ihrem Namen gekommen ist, ist nicht genau bekannt; auf jeden Fall bezieht er sich nicht auf ihr Geschrei. Die Lachmöwe ist im Winter oft in Häfen und Städten zu sehen und folgt auch gerne dem Pflug auf den Feldern.
Entspannt im Großstadtdschungel
Lärm, dichte Bebauung, schlechte Luft – der Alltag in der Großstadt erzeugt Stress. Dagegen helfen neue Konzepte von Stadtforschern und Umweltpsychologen. von EVA TENZER Seit 2008 leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Und die Urbanisierung schreitet voran. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO...
Aschewolken, Hunger, Pest
Vulkanausbrüche haben auf der Erde immer wieder zu klimatischen Veränderungen geführt. Auch die Menschheitsgeschichte wurde dadurch mehrfach beeinflusst. Etwa im Jahr 1345, als Eruptionen in Europa für schwere Missernten sorgten. von DAVID NEUHÄUSER Im Jahr 1347 erreichte das Bakterium Yersinia pestis Europa – nicht zum ersten...