Daten der Weltgeschichte
9. 4. 1997
Deutschland/Iran
Im Urteil zum „Mykonos-Prozess“ konstatiert das Berliner Kammergericht die unmittelbare Verantwortlichkeit der politischen Führung im Iran an der Ermordung von vier kurdisch-iranischen Oppositionspolitikern am 17. September 1992 in Berlin. Die Bundesregierung bricht daraufhin den – bisher eher symbolisch geführten – „kritischen Dialog“ mit Teheran ab, weist vier iranische Diplomaten aus und ruft den deutschen Botschafter in Teheran zur Berichterstattung zurück. Die Staaten der Europäischen Union schließen sich diesem Schritt an. Nachdem der iranische Staatspräsident Ali Akbar Rafsandschani das Urteil als politische Manipulation bezeichnet und Deutschland mit Konsequenzen droht, fordern Zehntausende von Demonstranten in Teheran in den nachfolgenden Tagen den Abbruch aller Beziehungen und die „Bestrafung“ der deutschen Richter und Staatsanwälte. Nach den demonstrativen Protestaktionen bemühen sich beide Seiten, den Konflikt nicht eskalieren zu lassen.
Leben in der Höllenwelt?
Verwirrende Venus: Forscher streiten um Biomoleküle in der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten. von RÜDIGER VAAS Zürne der Schönheit nicht, dass sie schön ist, dass sie verdienstlos, wie der Lilie Kelch, prangt durch der Venus Geschenk! Lass sie die Glückliche sein! Du schaust sie, du bist der Beglückte“, heißt es in Friedrich...
Warum die Riesenfaultiere ausstarben
Heutige Faultiere sind kaum größer als eine Katze und lassen sich lediglich zwei Gattungen zuordnen: Zweifinger- und Dreifinger-Faultiere. Ursprünglich jedoch gehörten sie einer vielfältigen Gruppe von Tieren an, die sich rund 35 Millionen Jahre lang in Amerika isoliert entwickelte und mehr als 100 unterschiedliche Gattungen...