Lexikon

fairer Handel

[fɛr-]
Fair Trade
Vermarktung von Gütern, meist Lebensmitteln (u. a. Kaffee, Tee, Kakao, Bananen) aus Entwicklungsländern, deren Herstellungsweise bestimmte soziale, z. T. auch ökologische Kriterien erfüllt. Der faire Handel soll den meist kleinbäuerlichen und genossenschaftlich organisierten Produzenten eine dauerhafte wirtschaftliche Existenz sichern und ihre Lebensbedingungen verbessern. Dies geschieht durch Garantiepreise, die meist über dem Weltmarktniveau liegen, durch langfristige Liefer- und Abnahmeverträge, Vorfinanzierung der Ernten und eine Direktabnahme der Produkte. In Deutschland wird der faire Handel u. a. durch „TransFair Verein zur Förderung des fairen Handels mit der Dritten Welt e. V.“ (Sitz: Köln) organisiert, einem Zusammenschluss von 40 Organisationen, die „partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen“ mit den Entwicklungsländern anstreben. TransFair verkauft Unternehmen, die fairen Handel betreiben, gegen eine Lizenzgebühr das sog. TransFair-Siegel für fair gehandelte Produkte (seit 1993). Die Produkte des fairen Handels werden über Dritte-Welt-Läden, aber auch über große Einzelhandelsketten verkauft.
hossenfelder_02.jpg
Wissenschaft

Zurück zum Mond

Am 20. Juli 1969 landeten die ersten Menschen auf dem Mond, die letzten verließen ihn am 14. Dezember 1972. Seit mehr als 50 Jahren waren nur noch Roboter dort oben. Einer der Hauptgründe dafür ist sicherlich, dass die bemannten Mondmissionen extrem teuer waren: Mehr als 25 Milliarden US-Dollar kostete das Apollo-Programm....

Rechenzentrum
Wissenschaft

Mehr Elektroschrott durch Künstliche Intelligenz

Generative künstliche Intelligenz benötigt riesige Rechenzentren mit der neuesten Computertechnologie. Eine Studie hat nun quantifiziert, wie sich die Ausbreitung von KI auf die Menge des Elektroschrotts auswirkt. Demnach könnten bis 2030 bis zu fünf Millionen Tonnen Elektroschrott allein durch ausrangierte Geräte von KI-...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch