Lexikon
Glasschmelzöfen
Öfen zur Glasherstellung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Hafenöfen eingeführt, die heute fast nur noch beim Herstellen von Sondergläsern (optischem und Gussglas) verwendet werden. Das Gemenge wird hierbei nach einem gründlichen Mischvorgang in Häfen von 600–1200 kg Inhalt gefüllt. 2–20 dieser Häfen werden in einen beheizten Ofenraum gestellt. Das häufige Auswechseln der Häfen, die damit verbundenen Arbeitsunterbrechungen, die geringe Schmelzleistung und der hohe Preis der Häfen führte zum Bau von Wannenöfen, die ein kontinuierliches Arbeiten erlauben. Die Länge großer Wannenöfen beträgt bis zu 30 m, die Breite 5–8 m und die Tiefe der Schmelzwanne 1,2–1,5 m (Inhalt bis zu 700 t). Das Gemenge wird kontinuierlich zugeführt. Beheizt wird ein Wannenofen durch seitlich angebrachte Brenner. Die Glasschmelze wird auf 1300–1600 °C erhitzt; eine Glasschmelzung dauert 12–30 Stunden. Glashafenöfen wie Wannenöfen werden aus hochfeuerfesten und chemisch resistenten Spezialsteinen (Silicat- und Zirkonsilicatsteinen) hergestellt.
Wissenschaft
Cannabis beeinflusst das Arbeitsgedächtnis
Wer gerade gekifft hat, kann nicht unbedingt Bestleistungen bei Denkaufgaben erwarten. Doch wie wirkt sich Cannabis langfristig auf das Gehirn aus? Die bisher größte Studie zu diesem Thema zeigt anhand von Hirnscans von über 1000 Freiwilligen, dass das Arbeitsgedächtnis bei intensiven Konsumenten weniger aktiv ist – auch, wenn...
Wissenschaft
Magie mit Menschen und Magneten
Vor 100 Jahren schlug der junge Physiker Ernst Ising ein Modell vor, mit dem er magnetische Eigenschaften fester Körper verstehen wollte. Sein als Dissertation eingereichter Ansatz hat in dieser Hinsicht zwar kaum Fortschritte gebracht, erlangte jedoch im Laufe der Zeit weit über seine erste Anwendung hinaus Bedeutung in der...
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