Lexikon
Glasschmelzöfen
Öfen zur Glasherstellung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Hafenöfen eingeführt, die heute fast nur noch beim Herstellen von Sondergläsern (optischem und Gussglas) verwendet werden. Das Gemenge wird hierbei nach einem gründlichen Mischvorgang in Häfen von 600–1200 kg Inhalt gefüllt. 2–20 dieser Häfen werden in einen beheizten Ofenraum gestellt. Das häufige Auswechseln der Häfen, die damit verbundenen Arbeitsunterbrechungen, die geringe Schmelzleistung und der hohe Preis der Häfen führte zum Bau von Wannenöfen, die ein kontinuierliches Arbeiten erlauben. Die Länge großer Wannenöfen beträgt bis zu 30 m, die Breite 5–8 m und die Tiefe der Schmelzwanne 1,2–1,5 m (Inhalt bis zu 700 t). Das Gemenge wird kontinuierlich zugeführt. Beheizt wird ein Wannenofen durch seitlich angebrachte Brenner. Die Glasschmelze wird auf 1300–1600 °C erhitzt; eine Glasschmelzung dauert 12–30 Stunden. Glashafenöfen wie Wannenöfen werden aus hochfeuerfesten und chemisch resistenten Spezialsteinen (Silicat- und Zirkonsilicatsteinen) hergestellt.
Wissenschaft
Ur-Reptilien schon vor 355 Millionen Jahren
In Australien haben Forschende fossile Klauenabdrücke entdeckt, die ein neues Licht auf die Evolution der Landwirbeltiere werfen. Demnach entstand die Tiergruppe der Amnioten, zu der Reptilien, Vögel und Säugetiere zählen, wahrscheinlich mindestens 35 Millionen Jahre eher als angenommen. Untermauert wird der Befund von weiteren...
Wissenschaft
Gefrierender Schneematsch verletzt Eisbär-Pfoten
Durch den Klimawandel herrschen in der hohen Arktis häufiger Bedingungen, unter denen Schnee und Eis zunächst antauen und dann wieder gefrieren. Dieser Wechsel ist ein Problem für die Eisbären: Der Schneematsch sammelt sich zwischen den Ballen ihrer Pfoten. Wenn er wieder gefriert, kann das Eis tiefe, blutende Schnitte...
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Wie sich das Immunsystem verjüngen lässt
Das Duell der Giganten
Sind Quantentechnologien gefährlich?
„Spider-Man-Technologie“ entwickelt
Schwamm drüber
Wahr oder falsch?