Lexikon
Herzklappenfehler
angeborene oder erworbene, dauernde anatomische Veränderungen bzw. funktionelle Störungen der Herzklappen. Angeborene Herzklappenfehler (meist Aorten- und Pulmonalstenose) kommen meist in Verbindung mit anderen angeborenen Herzfehlern vor, während erworbene Herzklappenfehler (meist die Mitralklappe betreffend) die Folge einer meist rheumatisch, seltener enzündlich bedingten Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) sind, die die Klappen geschädigt hat. Bei einer Herzklappeninsuffizienz liegt ein mangelhafter Klappenschluss vor, bei einer Herzklappenstenose kann sich die betroffene Klappe nicht vollständig öffnen, und der Blutdurchfluss ist vermindert. Bei schwerer Schädigung einer Herzklappe kann diese durch eine Prothese ersetzt werden. Hierzu werden Kunststoffklappen verwendet, die 20–30 Jahre haltbar sind, und sog. Bioprothesen von Verstorbenen oder von Schweinen und Rindern (10–15 Jahre haltbar). Kunststoffprothesen machen jedoch eine wesentlich längere Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Mitteln (Antikoagulantien) notwendig.
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