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LEXIKON

Krampfadern

Varizen
krankhaft erweiterte und erschlaffte Blutadern. Sie zeigen sich durch Schlängelung, Knotenbildung und Heraustreten an die Oberfläche und entwickeln sich in erster Linie an den Unterschenkeln, können jedoch auch an anderen Körperteilen auftreten, etwa an Speiseröhre, Bauchwand, Hodensack, Mastdarm in Form von Hämorrhoiden. Ursache ist häufig eine ererbte Bindegewebsschwäche, die das Erschlaffen der Venen begünstigt, so dass es zu einem Rückstau des Blutflusses und zu weiterer Dehnung der Gefäßwände kommt. Als Risikofaktoren, die das Entstehen von Krampfadern begünstigen, gelten Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel, langes Stehen und Sitzen, hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft wie auch die Antibabypille. Anfängliche Beschwerden sind geschwollene Füße und Gelenke, schwere, müde Beine, aber auch ziehende Schmerzen. Es kann leichter zu Venenentzündungen kommen oder gar zu einem offenen Unterschenkelgeschwür.
Zur Behandlung dienen Stützstrümpfe oder das Wickeln der Beine mit elastischen Binden, in schwereren Fällen das Veröden der Krampfader oder die Krampfaderoperation (Strippen), bei der die Krampfader entfernt wird. Lindernd und vorbeugend wirken Wechselbäder, Gymnastik, Wandern und Rad fahren.
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