Lexikon

Kreuzotter

Vipera berus
bis 1 m lange, giftige Viper mooriger Wiesen Europas; grau bis schwarzbraun, mit einem Zickzackband auf dem Rücken, das nur bei ganz schwarzen Tieren (Höllenotter) fehlt. Der scharf abgesetzte Kopf ist typisch; lebend gebärend (5–18 Junge pro Wurf); wird bis 19 Jahre alt.
Kreuzotter
Kreuzotter

Vipera berus

Verbreitung: Eurasien
Lebensraum: unterschiedliche, aber stets deckungsreiche Lebensräume
Maße: Gesamtlänge 50–80 cm
Lebensweise: bei ausreichenden Temperaturen tag- und nachtaktiv; Winterstarre; außerhalb der Paarungszeit Einzelgänger
Nahrung: kleine Nagetiere, Eidechsen, Frösche
Fortpflanzung: ovovivipar, etwa 6–20 lebend geborene Junge
Gefährdung: wird auf der Roten Liste für Deutschland als stark gefährdete Art geführt
Giftigkeit: ziemlich giftig, für den Menschen aber nur bedingt gefährlich
Ringelnatter und Kreuzotter
In Mitteleuropa kommen zwei Arten von Schlangen häufig vor, die oft verwechselt werden: Es handelt sich dabei um die Ringelnatter, Natrix natrix (links), und die Kreuzotter, Vipera berus (rechts). Diese sind auf den ersten Blick nicht leicht zu unterscheiden:
RingelnatterKreuzotter
Farbe: olivbraun, grau oder grüngrau oder schmutzig gelb bis dunkelrot oder dunkelbraun
Besondere
Kennzeichen:am Hinterkopf zwei gelbliche Flecken, die einen nicht geschlossenen Ring bildendunkles Zackenband auf dem Rücken, kann bei dunklen Exemplaren fehlen
Gestalt:schlank, Körper mit lang ausgezogenem Schwanz, Kopf nicht vom Rumpf abgesetzt, gleich breit, abgerundetplump, gedrungener Körper mit kurzem, schnell spitz zulaufendem Schwanz, deutlich vom Rumpf abgesetzter, kleiner, kantiger Kopf
Vorkommen:meist in feuchten Gebieten, oft bei oder im Wasseran trockenen Plätzen, in der Heide und im Hochmoor
Gefährlichkeit:harmlos, nicht giftig, verteidigt sich mit Stinkdrüsen und Zischlautengiftig, beißt ohne Vorwarnung, für den Menschen nur gefährlich, wenn der Inhalt beider Giftdrüsen in die Blutbahn gelangt
The referenced media source is missing and needs to be re-embedded.
Kreuzotter
Kreuzotter
Die Kreuzotter ist neben der Juraviper die einzige Giftschlange in Deutschland. Doch sie ist wenig angriffsbereit und beißt den Menschen nur, wenn sie gereizt und überrascht wird. Ihr Biss ist stets gefährlich, für Kranke und Kinder sogar lebensgefährlich.
phaenomenal_02.jpg
Wissenschaft

Der Nocebo-Effekt

„Der Glaube versetzt Berge“ lautet ein Sprichwort – und tatsächlich hat das, was man erwartet, oft einen erheblichen Einfluss auf das, was geschehen wird. Warum das auch in der Medizin so ist, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Ein Patient, der von einem Medikament oder einer Heilmethode überzeugt ist, gesundet schneller als einer,...

Spritze, Tier, Medikamente
Wissenschaft

Toxine als Medikamente

Immer mehr Details über Zusammensetzung und Wirkmechanismen tierischer Gifte kommen ans Licht – vielversprechend für die Entwicklung neuer Medikamente. von CHRISTIAN JUNG Viele Tiergifte richten sich gegen einen Standardbaustein der Zellmembranen fast aller Lebewesen: die Ionenkanäle. Das sind hochspezialisierte Proteine, die wie...

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch