Lexikon
Pappel
Populusin der nördlichen gemäßigten Zone verbreitete Gattung der Weidengewächse mit rund 40 rezenten Arten. In Deutschland heimisch sind die Zitterpappel (Espe), Populus tremula, mit fast runden, lang gestielten und beim geringsten Luftzug zitternden Blättern, und die Schwarzpappel, Populus nigra, mit dreieckig-eiförmigen, unterseits grünen Blättern. Aus Südeuropa stammt die Silber- oder Weißpappel, Populus alba, mit unterseits schneeweiß-filzig behaarten Blättern. Die Graupappel, Populus canescens, ist ein Bastard zwischen Silber- und Zitterpappel. Nur in männlichen Exemplaren kommt in Deutschland die aus dem Orient stammende Pyramidenpappel (Italienische Pappel), Populus nigra var. italica, vor; sie hat aufrechte Zweige, wodurch der Baum die Form einer Pyramide erhält. Aus Nordamerika stammen die Kanadische Pappel, Populus canadensis, mit perlschnurförmigen Fruchtkätzchen, die Balsampappel, Populus tacamahacca, und die Ontariopappel, Populus candicans. Pappeln sind beliebte schnellwüchsige Alleebäume. Das Pappelholz ist weich und nicht sehr dauerhaft, lässt sich aber gut schneiden, drechseln und schnitzen. Es dient daher zur Herstellung von Brettern, Kisten und verschiedenen Geräten (z. B. Schaufeln, Löffel, Holzschuhe, Backtröge u. a.).
Wissenschaft
Flüchtige Dogmen
Warum werden in der Biologie immer wieder Dogmen aufgestellt – und meist auch wieder gebrochen? Schließlich kommt der Begriff „Dogma“ historisch aus Theologie und Philosophie und bezeichnet vornehmlich eine – meist „von oben“ – beschlossene oder gar verordnete grundsätzliche Lehraussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich...
Wissenschaft
Schillerndem Vogelgefieder auf der Spur
Vom Kolibri bis zum Paradiesvogel: Vor allem in den Tropen erstrahlen viele Vögel in schillernder Farbenpracht. Nun sind Forschende anhand eines Stammbaums der Vögel mit Bezug zum Vorkommen schillernder Federn dem Ursprung und der Verbreitungsgeschichte dieses strukturellen Farbgebungseffekts nachgegangen. Demnach ist diese...