Lexikon

Spinndrüsen

bei Gliederfüßern und Muscheln vorkommende Drüsenorgane, deren Sekret rasch erhärtende Fäden bildet, die zum Nestbau (z. B. bestimmte Spinnen, Embien), zum Kokonbau (z. B. Schmetterlingsraupen), zum Beutefang (z. B. Spinnen), zur Befestigung (Muscheln) oder zum Transport (z. B. Jungspinnen: „Altweibersommer“) benutzt werden. Die Spinndrüsen bestimmter Muscheln, Byssusdrüsen, liegen am Hinterende des Fußes; die Spinndrüsen der Gliederfüßer münden meist in Gliedmaßen, z. B. die Spinndrüsen der Webspinnen in den Spinnwarzen, umgebildeten Abdominalextremitäten, die Spinndrüsen der Afterskorpione in den Chelizeren, der Zwergfüßer in den Spinngriffeln (Cerci), der Embien in den 1. Fußgliedern der Vorderbeine. Die Raupen der Schmetterlinge und die Larven der Köcherfliegen spinnen mit Hilfe der Labialdrüsen, die am Mund münden. Das Spinnsekret der Gliederfüßer ist ein Eiweiß (Seiden-Fibroin), das der Muscheln ein der Schalensubstanz Konchin ähnliches Eiweiß.
Nahaufnahme des Implantats
Wissenschaft

Implantierbares Notfall-Reservoir für Diabetes-Patienten entwickelt

Ein extrem niedriger Blutzuckerspiegel kann für Menschen mit Typ-1-Diabetes lebensbedrohlich sein. Patienten spritzen sich in dieser Situation normalerweise ein Hormon namens Glukagon, das den Blutzucker wieder reguliert. Doch es gibt auch Diabetes-Patienten, die ihren gefährlichen Zustand nicht bemerken, etwa weil sie schlafen,...

Elektronen, Plasmonen, Solarzellen, Licht
Wissenschaft

Tanzendes Gold

Licht bringt Elektronen zum Schwingen. Wenn man diesen Effekt geschickt nutzt, könnte das den Wirkungsgrad von Katalysatoren und Solarzellen verbessern – und die Welt dadurch klimafreundlicher machen. von KATJA MARIA ENGEL Normalerweise beschießt Holger Lange seine Proben mit einem Laser. Doch als er sie einmal in einem...

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