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LEXIKON

Winkler

Angela, deutsche Schauspielerin, * 22. 1. 1944 Templin; 19711978 an der Berliner Schaubühne, seit den 1980er Jahren freie Schauspielerin mit Bühnenerfolgen in Berlin, Salzburg und Wien; daneben Filmrollen: „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, „Die Blechtrommel“.
  • Deutscher Titel: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
  • Original-Titel: DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1975
  • Regie: Volker Schlöndorff
  • Drehbuch: Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta, nach einer Erzählung von Heinrich Böll
  • Kamera: Jost Vacano
  • Schauspieler: Angela Winkler, Mario Adorf, Dieter Laser
  • Auszeichnungen: Bundesfilmpreise 1976 für Darstellerin (A. Winkler) und Kamera
Lange Zeit blieb der neue Deutsche Film auf ein künstlerisches Ghetto beschränkt; nur wenigen Regisseuren gelang es, ein großes Publikum zu erreichen. Doch wenige Monate nach dem Kassenerfolg von Sinkels »Lina Braake« zieht auch Volker Schlöndorffs »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« die Massen ins Kino. Experten sehen einen Grund darin, dass sich hinter der provokanten Aufmachung ein Stück erschreckender bundesdeutscher Wirklichkeit verbirgt.
Auf einer Party begegnet Katharina (Angela Winkler) dem jungen Ludwig Göttens (Jürgen Prochnow) und nimmt ihn mit nach Hause. Am nächsten Morgen ist Ludwig verschwunden, bewaffnete Polizisten dringen auf der Suche nach ihm in ihre Wohnung ein. Katharina wird als »Terroristenbraut« festgenommen und gerät damit in die Mühlen einer Justiz und Sensationspresse, die ihr Leben ruinieren.
  • Deutscher Titel: Die Blechtrommel
  • Original-Titel: DIE BLECHTROMMEL
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1979
  • Regie: Volker Schlöndorff
  • Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Volker Schlöndorff, Franz Seitz, Günter Grass, nach einem Roman von Günter Grass
  • Kamera: Igor Luther
  • Schauspieler: David Bennent, Angela Winkler, Mario Adorf, Katharina Thalbach
  • Auszeichnungen: Oscar 1980 für ausländischen Film; Goldene Palme Filmfestspiele Cannes 1979 für Film
Mit Volker Schlöndorffs Literaturverfilmung »Die Blechtrommel« wird der erfolgreichste deutsche Film der Nachkriegszeit am 4. 5. 1979 uraufgeführt.
Der 1959 erschienene Roman von Günter Grass galt über Jahrzehnte als unverfilmbar. Erst 1975 verkaufte Grass die Rechte. In dem kleinwüchsigen David Bennent fand sich ein idealer Darsteller für den Blechtrommler Oskar Matzerath, der aus Protest gegen die Erwachsenenwelt mit drei Jahren sein Wachstum einstellt. Oskar steht im Mittelpunkt eines grimmigen deutschen Bilderbogens. Aus der Perspektive des Dreijährigen zeigt Schlöndorff das Kleinbürgermilieu im Danzig der Vorkriegszeit: Feigheit, Spießertum und Mitläufermentalität sind der Nährboden, auf dem der Nationalsozialismus gedeiht. Oskar trommelt vergeblich dagegen an.
Schlöndorffs »Blechtrommel« ist der erste und bis in die 90er Jahre einzige deutsche Film, der mit einem Oscar in der Kategorie »Bester ausländischer Film« geehrt wird. Außerdem erhält er in Cannes die Goldene Palme.
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