Lexikon
Zündhölzer
StreichhölzerHolzstäbchen (auch Pappstreifen), die eine Kuppe aus Zündmasse tragen und durch Reiben an einer Reibfläche entzündet werden. Im Gegensatz zu den Überallzündhölzern, die an einer beliebigen Reibfläche entzündet werden können, benötigen die Sicherheitszündhölzer eine spezielle Reibfläche. Bei Sicherheitszündhölzern setzt sich die Zündmasse aus Kaliumchlorat als Sauerstoff liefernde Verbindung, Antimonsulfid, Schwefel oder Schwefelkies als brennbare Stoffe und Leim als Bindemittel zusammen. Die Überallzündhölzer enthalten in der Kuppe z. B. Tetraphosphortrisulfid (P4S3) und Kaliumchlorat. Das Nachglühen der Zündhölzer wird durch Imprägnieren mit Ammoniumsulfat unterbunden, die Zündung durch Tränken des Holzes am Brennende mit Paraffin gefördert. Zur Herstellung von Zündhölzern verwendet man meist Tannen-, Fichten- oder Pappelholz.
Kreuger-Zündholzfabrik
Kreuger-Zündholzfabrik
Die Zündholzfabrik von Ivar Kreuger im schwedischen Tidarholm wurde 1908 gegründet.
© Corbis/Bettmann/UPI
Die ersten Zündhölzer waren Tauchhölzer; ihre Kuppen bestanden aus einem Gemisch von Zucker oder Schwefel und Kaliumchlorat. Sie wurden durch Eintauchen in mit Schwefelsäure getränkten Asbest entzündet. An ihre Stelle traten um 1830 die sehr leicht entzündlichen und wegen ihres Phosphorgehaltes giftigen Phosphor- oder Schwefelhölzer, bei denen die Zündmasse aus einem Gemisch von Schwefel oder Antimonsulfid, weißem Phosphor und Kaliumchlorat bestand; sie wurden 1907 verboten. Die noch heute gebräuchlichen Sicherheitszündhölzer wurden 1848 eingeführt.
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