Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Der Ausdruck für die „fünfte Jahreszeit“ hat einen religiösen Hintergrund und ist durchaus wörtlich zu nehmen: Mit Fastnacht war ursprünglich nur der Abend vor dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit gemeint, an dem der Fastentrunk ausgeschenkt wurde, der den Abschied von üppigen Mahlzeiten und Festen mit Musik und Spielen symbolisierte. Später wurde diese allein auf den Dienstag vor Aschermittwoch gemünzte Bezeichnung dann auf die ganze närrische Zeit übertragen. Das Wort ist erstmals im Mittelhochdeutschen als vas(t)naht belegt. Während im Rheinland, in Baden–Württemberg, im Elsass und in der Schweiz von Fastnacht gesprochen wird, lautet die in Bayern und Österreich gebräuchliche Form Fasching. Dieses Wort geht auf den einst vastschanc genannten Fastentrunk zurück.
Der auch im Englischen und Französischen zu findende Ausdruck Karneval kam erst im Spätmittelalter über das Italienische nach Deutschland. Er wird meist scherzhaft vom lateinischen carne vale „Fleisch, lebe wohl“ abgeleitet.
Die Mondtäuschung
Warum der Mond manchmal kleiner und manchmal größer erscheint, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Schon vor mehr als 2.000 Jahren machte sich der griechische Philosoph Aristoteles Gedanken über ein Phänomen, das wohl jeder kennt: Wenn der Mond tief über dem Horizont steht, erscheint er viel größer als hoch oben am Himmel....
Licht im Chip
Laserpulse in Glasfasern bringen das schnelle Internet ins Haus. Künftig sollen auch Schaltkreise in Computern Licht nutzen. Dazu müssen sie völlig anders funktionieren als die Bausteine herkömmlicher Elektronik. von ANDREAS THOSS Der Datendurchsatz im Internet hat sich in den letzten Jahren rasch entwickelt: Nach Angaben des...