Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Der Ausdruck für die „fünfte Jahreszeit“ hat einen religiösen Hintergrund und ist durchaus wörtlich zu nehmen: Mit Fastnacht war ursprünglich nur der Abend vor dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit gemeint, an dem der Fastentrunk ausgeschenkt wurde, der den Abschied von üppigen Mahlzeiten und Festen mit Musik und Spielen symbolisierte. Später wurde diese allein auf den Dienstag vor Aschermittwoch gemünzte Bezeichnung dann auf die ganze närrische Zeit übertragen. Das Wort ist erstmals im Mittelhochdeutschen als vas(t)naht belegt. Während im Rheinland, in Baden–Württemberg, im Elsass und in der Schweiz von Fastnacht gesprochen wird, lautet die in Bayern und Österreich gebräuchliche Form Fasching. Dieses Wort geht auf den einst vastschanc genannten Fastentrunk zurück.
Der auch im Englischen und Französischen zu findende Ausdruck Karneval kam erst im Spätmittelalter über das Italienische nach Deutschland. Er wird meist scherzhaft vom lateinischen carne vale „Fleisch, lebe wohl“ abgeleitet.
Im Fluss der Zeit
Wie erschafft das Gehirn sein Zeitempfinden? In der Antwort könnte der Schlüssel zum Verständnis des Bewusstseins liegen.
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Erzrausch am Meeresgrund
Der Umstieg auf saubere Energie hat in den Minen an Land schmutzige Konsequenzen. Wie sieht es beim Tiefseebergbau aus? von Martin Angler Sie liegen auf ausgedehnten Sandflächen und warten darauf, eingesammelt zu werden: faustgroße Gesteinsbrocken, die schwarzen Trüffeln ähneln. Diese Manganknollen sind seit Millionen von Jahren...