Wahrig Synonymwörterbuch
Vorzeichen, Dämmerung und andere Schatten
Physikalisch gesehen ist der Schatten der dunkle Raum hinter einem undurchsichtigen Körper, der vom Licht nicht getroffen wird und den gleichen Umriss hat wie der Körper. Gleichbedeutend ist das Wort Schlagschatten. Unter Kernschatten versteht man den Teil des Schattens, der überhaupt kein Licht enthält, im Gegensatz zu dem vom Licht durchbrochenen Halbschatten. Auch die Dämmerung wird gelegentlich als Schattenlicht bezeichnet, weil in ihr Halbdunkel herrscht. Der körperlose Schatten gilt auch als Sinnbild von Vergänglichkeit, Tod und Kraftlosigkeit.
Das Reich der Schatten etwa ist ein jahrtausendealtes literarisches Motiv für den Tod. Wer nur noch ein Schatten seiner selbst ist, der ist schwerkrank, sehr geschwächt oder völlig abgemagert. Jemand, der übermüdet ist, hat dunkle Ringe, also Schatten unter den Augen. Als Umschreibung dafür, dass jemand in Armut lebt oder vom Schicksal benachteiligt ist, gebraucht man Wendungen wie auf der Schattenseite (des Lebens) stehen oder ein Schattendasein fristen. Jemandem wie ein Schatten folgen bedeutet, ihm überallhin zu folgen. Wer in jemandes Schatten steht, kann seine eigenen Leistungen nicht recht zur Geltung bringen. Die Redensart jemanden/etwas/alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen heißt, ihn oder es (bei Weitem) zu übertreffen.
Ein Ausdruck der Selbstüberwindung ist die Formulierung über den/seinen eigenen Schatten springen, also etwas tun, was dem eigenen Wesen, der eigenen Position eigentlich widerspricht. Einen Schatten haben ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für »etwas verrückt/nicht ganz normal sein«. Schatten nachjagen besagt, unerreichbare Ziele zu verfolgen. Schatten wird schließlich auch im Sinn von »Vorzeichen« oder »Anschein« verwendet. Ein Ereignis, das sich durch bestimmte Vorzeichen ankündigt, wirft seine Schatten voraus. Auf einem Sterbenskranken liegt der Schatten des Todes. Wenn es dagegen für eine Sache nicht den geringsten Anhaltspunkt gibt, dann besteht nicht der Schatten eines Beweises/Verdachts/Zweifels.
Das Reich der Schatten etwa ist ein jahrtausendealtes literarisches Motiv für den Tod. Wer nur noch ein Schatten seiner selbst ist, der ist schwerkrank, sehr geschwächt oder völlig abgemagert. Jemand, der übermüdet ist, hat dunkle Ringe, also Schatten unter den Augen. Als Umschreibung dafür, dass jemand in Armut lebt oder vom Schicksal benachteiligt ist, gebraucht man Wendungen wie auf der Schattenseite (des Lebens) stehen oder ein Schattendasein fristen. Jemandem wie ein Schatten folgen bedeutet, ihm überallhin zu folgen. Wer in jemandes Schatten steht, kann seine eigenen Leistungen nicht recht zur Geltung bringen. Die Redensart jemanden/etwas/alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen heißt, ihn oder es (bei Weitem) zu übertreffen.
Ein Ausdruck der Selbstüberwindung ist die Formulierung über den/seinen eigenen Schatten springen, also etwas tun, was dem eigenen Wesen, der eigenen Position eigentlich widerspricht. Einen Schatten haben ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für »etwas verrückt/nicht ganz normal sein«. Schatten nachjagen besagt, unerreichbare Ziele zu verfolgen. Schatten wird schließlich auch im Sinn von »Vorzeichen« oder »Anschein« verwendet. Ein Ereignis, das sich durch bestimmte Vorzeichen ankündigt, wirft seine Schatten voraus. Auf einem Sterbenskranken liegt der Schatten des Todes. Wenn es dagegen für eine Sache nicht den geringsten Anhaltspunkt gibt, dann besteht nicht der Schatten eines Beweises/Verdachts/Zweifels.
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