Wahrig Herkunftswörterbuch

Busch

1.
Strauch, Staude
2.
Urwald, Wildnis, Outback
die Etymologie des Wortes ist ungewiss; wahrscheinlich ist es eine Ableitung der
idg.
Verbwurzel *bheu „anschwellen, aufquellen, blasen“ und wird im Hinblick auf die Pflanze im Sinne von „dicht, bewachsen, rund“ übertragen; auch eine Verwandtschaft zu
lat.
boscus „Wald“ wäre vor allem semantisch naheliegend
[Info]
Busch
Auf einen alten Jagdbrauch bezieht man sich sprachlich, wenn man bei jemandem auf den Busch klopft, ihn also „auszuhorchen versucht“ oder „seine Meinung herauszufinden sucht“. Die Jäger scheuchten das Wild aus seinem Versteck auf, indem sie an Büsche oder Bäume klopften. Literarisch belegt ist diese Wendung bereits um 1220 in Strickers Daniel von dem blühenden Tal (Vers 3647 ff.), wo die Kampfweise des Helden Daniel mit dem Aufscheuchen oder Locken eines Hasen aus seinem Versteck verglichen wird. Klopft man heutzutage bei jemandem auf dem Busch, ist genau dieses „Herauslocken aus der Reserve“ gemeint.
Nanoplastik-Teilchen unter dem Mikroskop
Wissenschaft

Wie zerfällt Kunststoff zu Nanoplastik?

Durch ihren chemischen Aufbau sind Kunststoffe sehr nützlich und entsprechend weit verbreitet. Dieselbe Struktur ist jedoch dafür verantwortlich, dass die Kunststoffe zu Mikro- und Nanoplastik zerfallen – winzige Fragmente, die enorme Schäden in der Umwelt und in unserem Körper anrichten können. Wie genau dieser Abbau stattfindet...

Glasscherben auf dem Boden
Wissenschaft

Warum Glas nicht immer zerbricht

Wenn uns ein Glas aus den Händen rutscht und auf den Boden fällt, zerbricht es oft in Stücke. Nun haben Physiker herausgefunden, warum Glas nicht immer zerbricht. Sie enthüllten einen Entspannungsmechanismus in ionischem Glas, bei dem sowohl einzelne Atome an freie Stellen in der Struktur springen als auch Atomgruppen verschoben...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch