Wahrig Herkunftswörterbuch

Empire

1.
das Kaiserreich Napoleons I. und III., danach benannter Kunststil in Frankreich von ca. 18001830
2.
das brit. Weltreich
engl. (nur die letztere Bed.), frz.
empire „Reich, Herrschaft, Gewalt“, beides aus
altfrz.
emperie, empirie aus
lat.
imperium „Macht, Staatsgewalt, Oberbefehl; Verwaltungsgebiet, Reich, Staat (bes. der römische)“, zu
lat.
imperare „befehlen, gebieten, herrschen“, aus
lat.
im (in Zus. vor p für in) „nach hin, zu hin, für“ und
lat.
parare „gehörig einrichten, zubereiten, sich rüsten“
[Info]
Empire
Mit dem Imperium Romanum war das die antike Welt beherrschende „Römische Reich“ gemeint, dessen Kaiser sich Imperator „Herrscher“ nannten. Das lat. Substantiv imperium „Herrschaft, Staatsgewalt“ ist auch Ausgangswort des deutschen Fremdwortes Empire, das auf zweierlei Art ausgesprochen werden kann, da es über das Französische und über das Englische ins Deutsche vermittelt wurde und zwei unterschiedliche Dinge bezeichnet. Die frz. Form Empire gelangte als Begriff in die Kunstgeschichte, in der es den im napoleonischen Kaiserreich (18021815) vorherrschenden, an der römischen Antike orientierten Stil in Architektur und Modestil bezeichnet. Das englische Empire hingegen steht für das britische Weltreich, das seit 1877 existierte, als Königin Victoria indische Kaiserin wurde. Auf seinem Höhepunkt umfasste dieses Kolonialreich mehr als ein Viertel der Erde, doch infolge der beiden Weltkriege zerfiel es allmählich und wurde zum „Commonwealth of Nations“.
Ein Sonnenuntergang aus einem Flugzeug heraus fotografiert.©Adobe Stock/SJ Travel Footage
Wissenschaft

Himmlische Lichtspiele

Polarlicht, Abendrot, Regenbogen und Himmelsblau sind das Ergebnis faszinierender Physik. von Michael Vogel Auf Kinderbildern ist der Himmel blau, die Sonne gelb und der Regenbogen bunt. Meist sind die Farben am Himmel eine Selbstverständlichkeit, der wir uns im Alltag nur noch selten bewusst werden. Und doch sind sie etwas...

Biber
Wissenschaft

Eine doppelte Überraschung

Biber und Fischotter waren lange aus weiten Teilen Europas verschwunden. Nun kehren beide zurück und verblüffen dabei die Fachwelt. von KURT DE SWAAF Ihre Spuren sind unübersehbar. Schon von der Alten Brücke aus erkennt man gefällte Weidenstämme, deren kahle Spitzen jetzt im Fluss liegen. Näher dran, am Ufer, gibt es weitere...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon