Wahrig Herkunftswörterbuch
Faden
die Bezeichnung geht über
mhd.
vaden, ahd.
fadum auf germ.
*faþma– zurück, das neben „Faden“ auch das Längenmaß „Klafter“ und eine „Umarmung“ bezeichnete, auch in altengl.
fædm „ausgebreitete Arme, Umarmung“; Quelle ist idg.
*petə– „offen, ausgebreitet sein“; das Längenmaß Klafter bezeichnete vermutl. die Länge von Fingerspitze zu Fingerspitze bei ausgebreiteten Armen und wurde gemessen, indem man einen Faden zwischen die Arme spannte; über dieses „Fadenmaß“ ging die Bedeutung auf das „Garn“ selbst über; noch heute gilt der Ausdruck Faden auch als Längenmaß, z. B. in der Seemannssprache; die Fügung der rote Faden ist durch Goethes Wahlverwandtschaften II in den deutschen Sprachgebrauch gelangt; er geht auf der Taue der englischen Marine zurück, die alle ein roter Faden durchzieht und sie damit als zum Königshaus gehörig erkennbar macht
Wissenschaft
Geheimnisvolles Licht
Experimente enthüllen die eigenartige Quantennatur des Lichts immer besser. So kann Licht zum „Ausfrieren“ gebracht werden, Materie erschaffen und sogar dafür sorgen, dass Atome sich gegenseitig anziehen. von DIRK EIDEMÜLLER Licht gehört zu den Erscheinungen, die so alltäglich sind, dass man gar nicht weiter über sie nachdenkt....
Wissenschaft
Die wilde Geschichte der Milchstraße
Karambolagen, Kannibalismus und Kreationen – von Zwergen, Riesen und der Entstehung unserer kosmischen Heimat. von RÜDIGER VAAS Astronomen ergeht es so wie den meisten Menschen: Oft ist eine Situation nur deshalb schwierig, weil man mitten drin steckt und die Übersicht fehlt. Allerdings ist das wissenschaftliche Problem ungleich...