Wahrig Herkunftswörterbuch

Imker

Bienenzüchter
zu Imme „Biene“, aus
spätmhd.
imme, imbe „Biene“, im klassischen
Mhd.
heißt imme, imbe noch „Bienenkorb, Bienenschwarm“, aus
ahd.
imbi „Bienenschwarm“, wohl zur
idg.
Wurzel *embh „Wolke“; für den zweiten Wortteil ker ist ndrl. und nddt. Einfluss anzunehmen:
frühnhd.
immicher aus
ndrl.
imker, ijmker „Imker“,
mnddt.
immenkar,
mndrl.
immecare, imcare „Bienenkorb, Bienenschwarm“, aus
mndrl.
imme, ijme „Biene“ und
mndrl.
care, caere „Kasten, Behälter“;
ndrl.
ijmker ist eigtl. die Verkürzung von
ndrl.
ijmkerer „Bienenkorb, Bienenschwarmhalter oder besitzer“. Eine andere Deutung des zweiten Wortteiles
ndrl.
ker führt zum
ndrl.
Suffix ker, das in Familiennamen vorkommt und aus
ndrl.
kerl, kerel „Kerl, Mann“ entstanden ist und früher wohl auch als Ableitungssuffix für Berufsnamen diente; der Imker wäre demnach ein „Bienenmann“, d. h. jmd., der sich mit Bienen beschäftigt
Frau, Ferne, Vergessen
Wissenschaft

Der Sinn des Vergessens

Es ist lästig, sich an etwas nicht erinnern zu können. Aber dass wir nicht alles im Gedächtnis behalten, ist eine lebenswichtige Leistung des Gehirns. von rolf heßbrügge Versäumte Termine, Versagen in Prüfungen, geistiger Verfall – Vergesslichkeit ist gefürchtet. Dabei hat es auch eine gute Seite, dass der Mensch vergessen kann:...

Galaxienhaufen, erosita
Wissenschaft

Fehlende Materie entdeckt

Seit Jahrzehnten fahnden Astrophysiker nach Atomen im Universum, die theoretisch existieren müssen, bislang aber unauffindbar geblieben sind. Beobachtungen mit dem Röntgenteleskop eROSITA haben das Rätsel wohl gelöst. von THOMAS BÜHRKE Das Weltbild hat im vergangenen Jahrzehnt mit dem Standardmodell der Kosmologie eine...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch