Wahrig Herkunftswörterbuch
Luzifer
Zwei bekannte Beinamen des Teufels werfen ein Paradox auf: Warum ist der Herr der Finsternis, der kein Freund des Lichts ist, ausgerechnet der Träger des Lichts? Ersteren kann man nämlich in dem später zu Mephisto(pheles) gewordenen Mephistophiles sehen (von griech. me „nicht“, phisto „Faust, Licht“ und philos „Freund“), während andererseits Luzifer wörtlich der „Träger des Lichts“ ist. Luzifer ist aus dem Genitiv lucis des lat. Substantivs lux „Licht“ und dem Verb ferre „tragen, bringen“ zusammengesetzt. Aber der Ursprung liegt auch hier im Griechischen, denn es handelt sich um eine Lehnübersetzung des griechischen Namens für den „Morgenstern“, phosphoros (von phos „Licht“ und phoros „Träger“, vgl. den aus dem Griech. stammenden Namen Christopherus „Christusträger“ und das chemische Element Phosphor). In der römischen Mythologie ist Luzifer der Gott, der das Licht des Tages bringt. In der Bibel wird (bei Jesaia 14, 12) der Höllensturz des Morgensterns erwähnt, der später mit dem Sturz des von Gott abgefallenen Engels (also des Teufels) gleichgesetzt wird.
Wissenschaft
Immunzellen „Zusatz-Batterien“ verschafft
Der Kampf gegen Krebs kann sie schnell erschöpfen. Doch nun haben Forschende eine Möglichkeit entdeckt, T-Zellen entscheidend zu stärken, die bei Immuntherapien eingesetzt werden: Die Abwehrzellen können durch einen natürlichen Mechanismus mit mehr energieerzeugenden Mitochondrien ausgerüstet werden. Dabei übertragen...
Wissenschaft
Auf Beutezug im hohen Norden
Die steigenden Temperaturen und das Schwinden des Eises in der Arktis wecken Begehrlichkeiten. Denn die Region ist reich an Rohstoffen. Und sie bietet Raum für neue Handelsrouten. von RALF BUTSCHER Als am 2. August 2007 drei russische Wissenschaftler an Bord des Tauchboots „Mir-1“ den Nordpol erreichten, setzten sie dort umgehend...