Wahrig Herkunftswörterbuch
Rente
Wer Rente bezieht, der erhält regelmäßige Einkünfte aus Vermögen, einer Versicherung, Rechtsansprüchen oder anderen Quellen. In der Umgangssprache bezieht sich das Wort heute jedoch zumeist auf die Altersbezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung, die man – seit deren Einführung Ende des 19. Jahrhunderts – nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben erhält. Rentner nennt man alle, die aus Alters– oder Krankheitsgründen nicht mehr arbeiten. Dabei geht es bei der Rente ursprünglich gar nicht um den Aspekt des Alters, denn in früheren Zeiten konnte man (als sogenannter Rentier) bereits als junger Mann gut oder gar sorgenfrei von dem leben, was das elterliche Vermögen an Zinsen abwarf. Von einer Leibrente sprach man, wenn jemand diesen Vorteil sein ganzes Leben lang nutzen konnte. Aber auch die Waisen– bzw. Halbwaisenrente, die Kinder, Jugendliche oder jüngere Erwachsene beziehen, deren rentenberechtigte Eltern bzw. deren eines Elternteil mit Rentenanrecht verstorben sind, belegt den ursprünglichen Sinn des Wortes. Es stammt vom
altfrz.
rente „Rente, Zins“, das auch zu einer im Mhd. noch vorhandenen zweiten Bedeutung von Rente, nämlich „Zinsertrag“, führte. Der Ursprung des altfrz. Substantivs liegt in dem Verb rendre „geben, gewähren“, bei dem es sich wiederum um eine Entlehnung aus demlat.
Verb reddere „wiedergeben, erstatten“ handelt.
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