Wahrig Herkunftswörterbuch

Tuchfühlung: auf Tuchfühlung gehen
Wenn man heute davon spricht, dass jemand auf Tuchfühlung geht, meint man damit meist, dass er engen Körperkontakt mit einer anderen Person sucht. Im Hinblick auf diese Verwendung ist der Blick in die Vergangenheit interessant, denn mit sexueller Anziehung hat die ursprüngliche Tuchfühlung nichts zu tun, ganz im Gegenteil: Erstmals belegt ist der Begriff in einem militärischen Buch, dem im Jahre 1909 von Georg von Alten herausgegebenen Handbuch für Heer und Flotte. Dort wird beschrieben, dass deutsche Soldaten so gedrängt zusammenstehen, dass einer des anderen Ellbogen fühlt. Mit jemandem Tuchfühlung aufnehmen kann abseits der intimen Berührungen heißen, dass man jemanden vorsichtig kontaktiert. Im Sport hingegen ist damit auch gemeint, dass ein Verfolger den Abstand auf den Spitzenreiter verringert und nah an ihn herankommt.
Mann, Universum, klein
Wissenschaft

Kontroverse Quantenrealität

Gespenstische zeitlose Beziehungen regieren das Universum – und stellen die Existenz der gewohnten Welt grundsätzlich infrage. von RÜDIGER VAAS Der österreichische Teilchenphysiker Reinhold Bertlmann hatte seit seiner Studentenzeit die Angewohnheit, stets zwei Socken unterschiedlicher Farbe zu tragen. Bog er um eine Ecke, sah ein...

Regenwurm
Wissenschaft

Wer lebt zu unseren Füßen?

Biodiversität im Boden sorgt für ein funktionierendes Ökosystem. Regenwürmer, Bakterien und Pilze spielen dabei eine bedeutende Rolle – auch für das menschliche Leben. von SALOME BERBLINGER (Text) und NICOLE OTTAWA/OLIVER MECKES (Fotos) Weit über die Hälfte aller Arten weltweit sind Bodenlebewesen. Sie machen damit einen Großteil...

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon