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Alphornbläser bei einem Mittelalter-Festival in Füssen. Alphörner, auch Hirtenhörner genannt, sind zwei bis fünf Meter lang und aus Holz und Rinde gebaut. Sie haben weder Klappen noch Ventile; die Tonhöhe wird durch die Lippenspannung bestimmt, so dass nur die Töne der Naturtonreihe erzeugt werden können. Das Alphorn ist besonders in den Schweizer Alpen bekannt. Es gilt als Nationalsymbol der Schweiz.
Glocken werden gern als Musikinstrument hergenommen. Durch Anschlagen mit dem Klöppel entsteht ein kräftiges harmonisches Tongemisch. Glocken waren als Glöckchen und Schellen im Orient schon in vorchristlicher Zeit bekannt; seit etwa 500 n. Chr. dienen sie auch für kultische Zwecke der christlichen Kirche.
Kalebasserasseln stammen auf Afrika. Eine Kalebasse wird aus der ausgehöhlten und getrockneten Hülle eines Flaschenkürbis hergestellt, der als eine der ältesten Kulturpflanzen weltweit gilt und in vielen Kulturen seit Urzeiten bekannt ist.
Mit Gitarre, Kontrabass, Trommel, Saxophon musizieren Straßenmusikanten an einer Brücke in Berlin.
Vor den Highlands spielt ein Schotte Dudelsack (Sackpfeife). Der wird nicht unmittelbar mit dem Mund angeblasen, sondern aus einem Ledersack mit Luft versorgt. Der Bläser füllt den Sack mit Atemluft und regelt den Luftdruck für die Schalmei durch Druck mit dem Arm. Sackpfeifen haben ein oder zwei mit Grifflöchern versehene Melodiepfeifen und 1-3 Stimmer, Brummer oder Bordunpfeifen, die Grundton und Quinte ständig mitklingen lassen. Die Sackpfeife ist asiatischen Ursprungs, heute schottisches Nationalinstrument.
Die Klangfarbe des Fagotts ist durch relativ starke Obertöne bestimmt; die tiefen Töne klingen voll und leicht schnarrend. In der Mittellage herrscht eine verhaltene und doch klangvolle Farbigkeit vor, während die hohe Lage sonderbar gepresst wirkt. Das Fagott bildet im Orchester den Bass der Holzbläsergruppe. Es tauchte um die Mitte des 16. Jahrhunderts auf.
Die Ursprünge der Holzblockflöte liegen wahrscheinlich im persisch-indischen Raum, im Mittelalter gelangte sie über Nordafrika ins südwestliche Europa. Als Orchesterinstrument wurde sie ab dem 18. Jahrhundert durch die klangstärkere Querflöte verdrängt.
Die Laute ist persisch-arabischer Herkunft. Sie ist im 14. Jahrhundert über Spanien und Italien nach Europa gekommen. Die Laute ist ein Vorläufer der Gitarre. Der Korpus ist bauchig, halbbirnenförmig mit einer aus flachen Spänen zusammengesetzten Wölbung und ebener Decke, deren Mitte eine runde Schallöffnung (Rosette) zeigt. Im 15.-17. Jahrhundert war die Laute wichtiges Hausmusik- und Generalbassinstrument.
Das Akkordeon ist eine chromatische Ziehharmonika, bei der auf Zug und Druck bei gleicher Taste derselbe Ton erklingt und für die Begleitung Knöpfe vorhanden sind, deren jeder einen vollständigen Akkord (daher der Name) erklingen lässt. Die rechte (Melodie-)Seite weist beim Pianoakkordeon eine verkleinerte Klaviertastatur auf. Auf der Bassseite finden sich stets nur Knöpfe für Grundbasstöne und Akkorde. Es gibt Akkordeons von 12 bis zu 140 „Bässen“. Je nach Größe hat ein Akkordeon 1-16 Register, die durch besondere Tasten oberhalb der Spieltastatur eingestellt werden.
Die Steel Pan kommt aus Trinidad. Sie besteht aus Feinblech, in das verschiedene Tonfelder (Membrane) eingearbeitet werden, um verschiedene Tonhöhen erzeugen zu können. Die Membrane werden mit Schlegeln zum Klingen gebracht. Die Steel Drum ist in allen Kulturen der Welt vertreten.
Didgeridoo und Aborigines gehören zusammen. Das Didgeridoo erinnert ein wenig an Alphörner, hat aber ein ganz anderen Klang. In der Regel beherrscht der Spieler die Permanentatmung, das heißt, er speichert einen Luftvorrat im Mundraum. Wenn er diesen rausdrückt, atmet er durch die Nase ein. Der Ton des Didgeridoo ist tief, er schwillt an und wieder ab. Meist wird das Instrument aus Stämmen von Eukalypusbäumen gefertigt, die Termiten ausgehöhlt haben. Manche Mediziner sagen, dass durch Didgeridoo-Spiel nächtliche Atemstillstände und Schnarchenbehandelt werden können.
Chimes sind Röhrenglöckchen aus Metall. Sie gehören in die Familie der Perkussionsinstrumente. Der Klang wird gemäß dem Domino-Effekt erzeugt. Der Spieler bewegt den kleinsten Stab am Ende der Stäbchenkette, und der wiederum schlägt den benachbarten Stab an. So entsteht ein absteigender Klang ähnlich dem einer Harfe, über deren Seiten man von oben nach unten fährt, aber mit einer metallischen Klangfarbe. Das wichtigste Einsatzgebiet haben die Chimes im Jazz und in Pop-Balladen.
Das Drumset besteht aus einer Kombination verschiedener Schlaginstruzmente. Im Laufe der Zeit etablierten sich verschiedene Zusammenstellungen. Zur Standard-Kombination gehören verschiedene Becken, große und kleine Trommel, Tom Tom und Hi Hat sowie Kleinpercussion wie etwa Holzblock, Cowbell und Schellenkranz.
Die Sitar ist eine Langhalslaute, das bedeutendste Instrument der klassischen nordindischen Musik. Ursprünglich hatte sie drei Saiten (heute bis zu 7) und 16-20 Bünde am Hals; sie wird meist gezupft, gelegentlich auch mit einem Bogen gestrichen. In Europa und Amerika wurde das Instrument besonders durch R. Shankar bekannt.
Ein Mädchen spielt Schlagzeug. Wichtig beim Schlagzeugspielen ist die Koordination von Armen und Beinen. Dabei geht es darum, verschiedene Handgriffe und Tricks zu lernen. Im Orchester spielen mehrere Musiker Schlagzeug, je nach Zahl der geforderten Instrumente. Im Jazz sowie im Rock- und Popbereich wird meist nur ein Schlagzeuger (Drummer) eingesetzt.
Die Koto kommt aus Japan und ist eine so genannte Wölbbrettzither. Sie hat einen Resonanzkasten, verschiebbare Stege für jede Saite (zum Stimmen). Sie ist bis zu zwei Meter lang und trägt bis zu 13 Saiten. Das Besondere an der Koto ist, dass ihr Wölbbrett mit Saiten aus Seide bespannt ist.
Der Kontrabass ist das tiefste und größte Streichinstrument. Der Name Kontrabass leitet sich von der Kontra-Oktave ab, deren Töne mit dem Instrument erzeugt werden können. Das Instrument ist etwa 1,80 Meter hoch und hat normalerweise vier Saiten, die im Quartabstand gestimmt sind. Je nach Größe wiegt es zwischen fünf und zwölf Kilo.
Ein Gong aus einem japanischen Tempel. Vorwiegend verbreitet ist es in Indonesien und Ostasien. Aber es findet auch Verwendung im europäischen Orchester. Manche Komponisten stricken Gong-Klänge in ihre Notentexte. So etwa Franz Liszt ("Titentanz", Richard Strauss ("Tod und Verklärung"), aber auch Pierre Boulez und Karl-Heinz Stockhausen.
Das Hackbrett ist ein Saiteninstrument. Die Saiten werden mit kleinen Schlägeln oder Klöppeln aus Holz angeschlagen. Der Resonanzkörper ist meist trapezförmig. Früher war es bei den Assyrern bekannt, heute ist es als weiterentwickeltes "Cimbalo" bei den Ungarn und Roma verbreitet. Und auch in Bayern ist das Hackbrett sehr beliebt.
Eine Klangschale ist ein tibetanisches Musikinstrument. Es besteht aus einer Bronze-Schale, die angeschlagen oder angerieben Töne erzeugt. In Westeuropa nehmen sie vor allem Esoteriker zur Meditation, in der Klangtherapie oder bei der Klangmassage her.
Das Marimbaphon, oft Marimba genannt, gehört zur Familie der Xylophone. Die Klangstäbe der Marimba sind aus Holz. Die Marimba stammt aus Afrika. Vom 16. Jahrhundert an gibt es zahlreiche schriftliche und ikonographische Quellen für Xylophone auf dem Schwarzen Kontinent.
Die Mridangam ist ein Percussioninstrument aus Südindien, das häufig Krishna-Anhänger verwenden. Krishna ist eine der beliebtesten indischen Göttergestalten. Für Krishna-Anhänger ist sie die Inkarnation des Höchsten. Wenn bei Gottesdiensten so genannte Sanskrit-Mantras gesungen werden, beglietet ein Musiker den Gesang mit der Mridangam, die man sich um den Hals hängen kann.
Ungarische Volksmusik mit Zither und Geige. Die Spieler tragen böhmische Trachten.
Ein Mann spielt auf der Straße eine Bassblockflöte. Sie wird auch Basset genannt und gehört zu den ältesten Musikinstrumenten.
Ein Peruaner spielt auf einer Pututo, einer Korallentrompete.
Umzug zum Auftakt des Münchner Oktoberfestes. Mit Blasmusik ziehen die Musiker in Tracht durch die Stadt. Blasmusik gibt es seit dem 15. Jahrhundert. In gemischten Besetzungen spielen Holz- und Blechblasmusiker bei Festen auf.
Die Pauke sieht aus wie ein metallener Kessel, der mit Kalbs- oder Eselsfell oder synthetisch hergestelltem Fell bespannt ist. Je nach Spannung des Fells variiert die Tonhöhe. Wohl durch die Kreuzzüge wurden die noch kleinen orientalischen Pauken in Europa bekannt. Ihre heutige große Form kam um 1457 aus Ungarn und wurde bald als Bass in die Trompeterchöre großer Herren aufgenommen. Im Orchester wurde sie schon im 17. Jahrhundert verwendet.