Ich packe in meinen Koffer ...

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Für manchen mag es komisch klingen, aber wenn ich in den Urlaub fahre, reist mein Fahrradsattel mit. Warum? Ganz einfach: er ist weich, wunderbar „eingeritten“ und kennt meine Körperform genau. Die Sättel von Mieträdern sind in der Regel hart und unbequem – und nach einer Stunde auf diesen will man nur noch eins: absteigen. - Michael Fischer

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Mein Urlaubskoffer enthält nur das Nötigste - und ein ganz spezielles Buch. Ja, richtig, ich packe für jeden Urlaub das gleiche Buch ein! Und es wird mir nicht langweilig dabei. Warum? Weil dieses Buch erst geschrieben wird. Und Urlaube liefern ganz speziellen Stoff!Wer nun glaubt, ich schreibe Urlaubserlebnisse auf, der irrt gewaltig. Nein, ich notiere meine Träume! Das tue ich auch im Alltag - doch erst der Urlaub liefert die nötige Erholung, dass mein Unterbewusstsein auch weit in die Vergangenheit, weit in vordergründig Vergessenes schweift. Je länger der Urlaub dauert, desto mehr. Als "Reise auf Reise" gewissermaßen und oft so spannend, dass es zum Vergessen zu schade wäre. Und so kann ich, wenn einmal der echte Urlaub fehlt, auch zuhause jederzeit wieder auf Reisen gehen - und tauche ab in die Tiefen meines Traumbuchs. Das ist Individual-Urlaub, wie er nicht besser sein kann!- Barbara Steiger

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Das kleine Glasfläschchen mit Schraubverschluss steht die meiste Zeit des Jahres unbeachtet im Küchenschrank. Wenn ich aber meinen Koffer packe, dann wird es randvoll mit Olivenöl gefüllt, zugeschraubt, in Plastik eingewickelt und in die Reisetasche gesteckt. Nicht die Flasche ist von Bedeutung, der Inhalt! Olivenöl auf Reisen? Jawohl, die grüne Flüssigkeit kommt bei vielen Gelegenheiten zum Einsatz: Beim ersten Sonnenbrand, bei Muskelkater, Krämpfen oder Pusteln trage ich es auf die entsprechende Hautstelle auf. Wenn beim Frühstück keine Butter aufzutreiben ist, tropfe ich das Öl aufs frische Brot. Die Türen oder Fenster quietschen und stören den verdienten Urlaubsschlaf? Dann hilft ein Tröpfchen auf den Scharnieren und Beschlägen und es herrscht Ruhe. Und bei sonnengeschädigtem Haar pflegt eine Ölspülung nach dem Waschen und schenkt meiner Sommerfrisur neuen Glanz.- Andrea Rickert

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Immer dabei sind die ollen Schluffen, die Latschen, oder auf hochdeutsch: Pantoffeln.Für gemütliche Abende im Hotelzimmer, in der Ferienwohnung oder auf der Couch der Freunde ist dieses Schuhwerk unerlässlich zum Wohlfühlen (solange man nicht barfuss gehen will). Die unmodischen, halb zerschlissenen Schluffen haben sich nach Jahren des Tragens perfekt der eigenen Fußform angepasst, so dass sie sind, wie ein bekannter Schuhhersteller verspricht: Schuhe wie barfuss. Und wann könnte das angenehmer und wohliger sein, als nach einem harten Wandertag in den Bergen? Die gequälten Füße pochen und glühen, aber nach dem Austausch der Wanderschuhe gegen die Pantoffeln schafft man es dann doch auch noch relativ entspannt, die letzten Meter in den Essensraum oder zum Liegestuhl auf dem Balkon zu gehen. Hausschuhe sind außerdem auch unheimlich praktisch, wenn man zu dauerhaft kalten (quasi halbtoten) Füßen neigt und vor allem sind sie immer und überall ein kleines Stück Zuhause.- Patricia Ranzinger

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