Märchenschlösser der Welt
Als Zar Peter der Große von seiner Reise durch Europa zurück in sein russisches Reich kehrte, brachte er neben einem heftigen Widerwillen gegen unrasierte Bärte auch die Ideen westlicher Architektur in die Stadt, die einst und heute wieder seinen Namen tragen sollte: St. Petersburg. Die Dynastie der Romanows wurde zwar schon vor rund 100 Jahren von der Revolution vom Thron gefegt. Die prachtvollen Bauten in der Stadt an der Newa und in Peterhof, 30 Kilometer westlich am Finnischen Meerbusen, zeugen aber bis heute von der Prachtentfaltung der russischen Zaren. Der kraftstrotzende Peter I., der sich auf seiner Reise im Westen in verschiedenen Handwerkskünsten geübt hatte, legte beim Bau der neuen Sommerresidenz selbst mit Hand an. 1723 wurde diese, noch nicht vollendet, eingeweiht. Lange konnte Peter der Große sich an seinem Palast im barocken Zuckerbäckerstil und den aufwändigen Gartenanlagen jedoch nicht freuen. Er starb schon zwei Jahre später, 1725, im Alter von 53 Jahren. Die Schlossanlage wird auch russisches Versailles genannt und zählt seit 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Als besondere Attraktion gelten die original Wasserspiele mit 150 Fontänen, die ausschließlich durch ihr natürliches Gefälle betrieben werden können. Prunkstück der Anlage ist die große Kaskade, von der aus man einen traumhaften Blick auf den Kanal bis zu dessen Mündung in die Ostsee hat.
Die Bezeichnung chinesischer Epochen ist für Laien eine durchaus verwirrende Angelegenheit. Die heute noch in Peking zu besichtigenden Kaiserpaläste stammen zum Beispiel aus der Ming- und Qing-Dynastie. Besser bekannt ist die Anlage, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtet wurde, als die "Verbotene Stadt". Umschlossen wird diese von einer gewaltigen Mauer mit drei Torgebäuden. Wer aus der "wirklichen Welt" eine Botschaft für den Kaiser hatte, musste diese vor dem Tor der höchsten Harmonie niederlegen. Die chinesischen Herrscher hatten einen gottgleichen Status. Mit ihrer Tugend sollten sie gleichsam als verlängerter Arm des Kosmos die Harmonie von Yin und Yang sicherstellen, die allein das Wohlergehen des Volkes ermöglichte. Die Verbotene Stadt hat eine Ausdehnung von 720.000 Quadratmetern und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Museum des Palastes sind Juwelen, Porzellan, Malereien und Bronzearbeiten zu besichtigen. Der letzte chinesische Kaiser Pu Yi musste im Alter von erst sechs Jahren in der Revolution von 1912 abdanken. Bis 1924 wohnte er weiter im Palast in der Verbotenen Stadt.
Château de Chambord ist nicht nur das größte und prächtigste der Loire-Schlösser. Die Geschichte des monumentalen Bauwerks ist zudem eng verwoben mit etlichen berühmten Personen der Weltgeschichte. König Franz I. von Frankreich ließ Chambord ab 1519 als Prunk- und Jagdschloss bauen. Auf wessen Entwurf die architektonische Gestaltung zurückgeht, ist bis heute ein Geheimnis: Als mögliche Kandidaten gelten Domenico Cortona und das Allroundgenie Leonardo da Vinci, der nach dem Italien-Feldzug des Königs quasi in dessen Gepäck mit nach Frankreich reiste. Franz beabsichtigte, mit dem Bau des Schlosses seine königliche Macht zu demonstrieren. Sie sollte darin gipfeln, seinem Erzrivalen Karl V. die Kaiserkrone zu entreißen. Doch die hochfliegenden Pläne des französischen Monarchen gingen nicht auf: Chambord wurde damit auch keine kaiserliche Residenz, sondern diente dem Hof als Jagdschloss. Wie damals üblich, war das Schloss nicht dauerhaft möbliert. Plante der König einen Aufenthalt, wurden Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände aus den Depots geholt und nach Chambord verfrachtet. Ab dem 18. Jahrhundert wurde das Schloss zum Wohnsitz für den polnischen König im Exil, Stanislaus Leszczynski, umfunktioniert, später übergab Napoleon Chambord an seinen Marschall Berthier. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 beherbergte der Renaissancebau ein Lazarett und im Zweiten Weltkrieg ausgelagerte Kunst aus dem Louvre. Hier schließt sich der Kreis der Geschichte wieder: Unter den vor den Nazibesatzern in Sicherheit gebrachten Gemälden befand sich auch die Mona Lisa, da Vincis berühmtestes Werk.
"Ohne Sorgen" würde Schloss "Sanssouci" heißen, hätte Friedrich II. seiner 1745 - 1747 erbauten Sommerresidenz in Potsdam einen deutschen Namen verpasst. Doch der Preußenkönig pflegte, wie die vornehme Gesellschaft der damaligen Zeit überhaupt, Französisch zu sprechen. Angeblich stammt der Name des im Stil des Rokoko gebauten Lustschlosses von einer Bemerkung Friedrichs einem Besucher gegenüber, dass er, wenn er hier liege, keine Sorgen mehr haben werde. Der Hohenzollernherrscher habe dabei auf seine geplante Grabstätte neben der Schlossanlage gezeigt. Friedrich selbst hatte die Pläne für seine ganz private Residenz geschaffen, die der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff unter den gestrengen Augen seines Auftraggebers erbaute. Nur ausgewählte Besucher lud der König zur Unterhaltung in dieses neugeschaffene Reich ein, wo musiziert, Tabak geraucht und philosophiert wurde. Friedrichs Gemahlin, Elisabeth Christine, die im Leben ihres Mannes eine nur untergeordnete Rolle spielte, sollte nie eine Einladung nach Sanssouci erhalten. Friedrichs Nachfolger ließen Park und Schloss, die inzwischen zum Weltkulturerbe zählen, weiter ausbauen. Friedrichs Wunsch, mit seinen geliebten Hunden "ohne Sorgen" zur letzten Ruhe gebettet zu werden, sollte erst mehr als 200 Jahre nach seinem Tod 1786 erfüllt werden. Sein Neffe hatte ihn nämlich in der Potsdamer Garnisonskirche beerdigen lassen. Von dort wurden die sterblichen Überreste 1945 exhumiert und in den Westen auf die Burg Hohenzollern gebracht. 1991 konnte der Sarg des "Alten Fritz" dann endlich in Sanssouci beerdigt werden.
Kaiserin Maria Theresia war nicht nur die einzige Frau, die als Regentin den Thron der Habsburger bestieg. Mit 16 Kindern sorgte sie auch für reichlich Nachwuchs im Hause Österreich. Um sich und ihre Sprösslinge samt Hofstaat standesgemäß unterzubringen, ließ sie das Jagdschloss Schönbrunn vor den Toren Wiens zum prunkvollen Sommersitz für die Familie ausbauen. Heraus kam ein barockes Juwel, das heute noch vom Glanz einer längst untergegangenen Epoche zeugt. Auf dem Rundgang durch die Prunkräume können Besucher sehen, wie Kaiser Franz Josef und seine Frau Elisabeth, besser bekannt als "Kaiserin Sissi" dereinst logierten. Selbst das legendäre Turnzimmer Sissis, in dem sie ihre schlanke Figur trainierte, ist noch zu bestaunen. Maria Theresia hatte zwar allen zur damaligen Zeit üblichen Luxus zur Verfügung, der elektrische Aufzug war jedoch noch nicht erfunden. Weil die Kaiserin mit der Zeit so dick geworden war, dass sie kaum noch gehen konnte, musste Hofarchitekt von Hetzendorf im Schloss eine Aufzugsmaschine einbauen, die "Fliegender Stuhl" genannt wurde. Der Aufzug existiert heute zwar nicht mehr, Schloss Schönbrunn wartet aber noch mit genügend anderen Sehenswürdigkeiten auf. Mit rund 2,8 Millionen Besuchern pro Jahr ist es die meistbesuchte Touristenattraktion in Österreich.
Ein portugiesisches "Neuschwanstein" ist die Attraktion von Sintra, westlich von Lissabon. Auf einem Höhenzug der Serra da Sintra ließ der Gemahl von Königin Maria II., Ferdinand II., ab 1840 vom deutschen Baron von Eschwege einen Palast errichten, der so ziemlich alle Baustile vereint, die man sich nur vorstellen kann. Da findet sich Neogotik neben Neorenaissance, Barock neben Rokoko und dazu noch eine erhebliche Portion maurische Stilelemente. Auch die Gartenanlage wurde nicht wie geplant nach klassisch-englischem Vorbild gestaltet, sondern in ähnlich phantasievollem Wirrwarr wie die Schlossgebäude. Etliche der königlichen Gemächer sind noch voll eingerichtet erhalten; dazu können Besucher eine Grotte bestaunen, die als vorelektrische Version eines Kühlschranks diente. Der Name des "Palácio da Pena" geht auf das am gleichen Ort stehende Kloster Nossa Senhora da Pena zurück, von dessen Ruine Teile in den Palastbau integriert wurden wie die Kirche und der Kreuzgang sowie die ehemalige Hauptfassade des Konvents. Das Erdbeben von 1755 hatte große Teile des Gebäudes zerstört, weshalb das ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert stammende Kloster aufgegeben worden war und daraufhin verfallen war.
Der offizielle Name des Tempels des Smaragd-Buddha im alten Königspalast in Bangkok ist ein wahrer Zungenbrecher: Wat Phra Sri Rattana Satsadaram heißt der Tempel des Königs, dessen Hauptattraktion der Smaragd-Buddha ist. Die Statue ist selbst nur 66 Zentimeter hoch, sitzt aber auf einem vergoldeten Thron in schwindelerregenden elf Metern Höhe, umringt von zehn weiteren Buddhafiguren, die früheren Herrscherdynastien gewidmet sind. Der Thron wird von zwei weiteren Buddhas flankiert, die drei Meter groß sind. Gemälde an den Wänden des Tempels zeigen Szenen aus dem Leben Buddhas. Der Tempel ist umgeben von zahlreichen weiteren Gebäuden und Terrassen, kunstvoll gestaltet mit Türmchen, Pagoden, grimmig blickenden Dämonen und anderen mythologischen Wesen, die das Heiligtum bewachen. Um den Buddha von Wat Phra Kaeo ranken sich zahlreiche Legenden, unter anderem, dass er mit magischen Kräften gesegnet sei. Der Smaragd-Buddha ging über verschiedene Besitzer auf König Rama I. über, der ihn 1784 auf seinem heutigen Platz im Tempel aufstellen ließ. Der Herrscher von Siam, so der historische Name Thailands, ließ den Tempel zeitgleich mit seinem Privatpalast errichten. Auf der sogenannten Oberen Terrasse ist in einem der vier Hauptmonumente ein Reliquienschrein untergebracht. Er soll ein Bruchstück vom Brustbein Buddhas enthalten.
Eilean Donan ist eine winzige Insel im Loch Duich in den westlichen Highlands von Schottland, gerade mal groß genug, um im Mittelalter darauf eine wehrhafte Burg zu bauen, Eilean Donan Castle. Der Name Donan geht zurück auf Donnán of Eigg, einen keltischen Märtyrer, der 617 hingerichtet wurde. Der Clan der Mackenzie baute auf dem Eiland im 13. Jahrhundert eine Burg. Diese wurde 1719 von englischem Militär durch Beschuss mit Kanonkugeln zerstört, weil die Mackenzies sich am Jakobiten-Aufstand beteiligt hatten. Die Ruine lag 200 Jahre brach, bis zu Beginn des 20. Jahrhundert der britische Colonel John Macrae-Gilstrip die Anlage kaufte und das Schloss wieder aufbaute. Zur besseren Erreichbarkeit wurde eine steinerne Brücke errichtet. Sie dient Eilean Donan Castle als unverwechselbares Markenzeichen und macht es zu einem der meistfotografierten Schlösser auf der britischen Insel. Die Burganlage ist fast komplett für die Öffentlichkeit zugänglich und lädt zu einer Traumreise in die wilde Vergangenheit schottischer Geschichte ein.
Zwölf wasserspeiende Löwen um einen marmornen Brunnen gaben dem Löwenhof seinen Namen. Der "Patio de los Leones" ist der bekannteste Teil der unter Mohammed V. erbauten Festungsanlage auf einem Hügel der südspanischen Stadt Granada. Vom 9. bis 15. Jahrhundert während der maurischen Herrschaft in Andalusien wurde die "Rote Burg", so die Übersetzung für "Alhambra" aus dem Arabischen, ständig erweitert. Berühmt ist die Anlage vor allem wegen der zahlreichen Fresken und Mosaiken im maurischen Stil. Den Höhepunkt arabischer Architektur bilden die sogenannten Paläste der Nasriden, aus denen der Löwenhof besonders heraussticht. Die Nasriden waren die letzte muslimische Herrscherdynastie im Emirat von Granada, ehe die Stadt 1492 von den Spaniern erobert wurde. Am 31. März 1492 erließen die Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón hier das so genannte Alhambra-Edikt. Dieses befahl die Vertreibung aller Juden aus den spanischen Ländern, die nicht zum Christentum übertreten wollten. Das Alhambra-Edikt markiert den Beginn der christlichen Inquisition, die sich über weite Teile Europas wie auch über die Kolonien in der Neuen Welt ausbreiten sollte. In den folgenden Jahrhunderten sank die politische Bedeutung der Festungsanlage, die zunehmend verfiel. Erst nach den napoleonischen Kriegen begannen Restaurierungsarbeiten, die bis heute nicht abgeschlossen sind.
Gibt es sie nun oder nicht, die Wiedergänger? Wie auch immer - der Urvater der Blutsauger ist bekanntlich Graf Dracula. Als sein Stammsitz gilt die Festung Bran im gleichnamigen Ort in Rumänien. Rund 30 Kilometer von Brasov, auf Deutsch Kronstadt, entfernt, befand sich die die im 14. Jahrhundert entstandene Festung mit den vielen Türmen bis 1948 im Besitz der rumänischen Könige. Danach beschlagnahmte das kommunistische Regime die Gebäude. 2001 machte Dominic Habsburg als Enkel der ehemaligen rumänischen Königin Maria Erbansprüche geltend - und erhielt das Schloss tatsächlich. Der frischgebackene Besitzer und seine beiden Schwestern wollten den Touristenmagneten aber gleich wieder verkaufen - und zwar für 60 Millionen Euro an den rumänischen Staat. Das Geschäft kam jedoch nicht zustande, so dass Bran nun weiter in Händen der Habsburger liegt. Wahre Dracula-Anhänger wird diese neuere Geschichte kalt lassen, schließlich trieb Vlad III. Dracul, auch genannt Vlad Tepes (der Pfähler) schon im 15. Jahrhundert sein Unwesen. Dem Fürsten der Walachei wurde eine besondere Vorliebe für grausige Hinrichtungen durch Pfählung der Opfer nachgesagt. Erzählungen über Vlad verbreiteten sich in den folgenden Jahrhunderten über ganz Europa, bis schließlich der irische Schriftsteller Bram Stoker 1897 seinen Roman "Dracula" veröffentlichte. Zwar ähnelt Draculas Zuhause, wie es Stoker im Roman beschreibt, auffallend der Festung Bran. Es gibt jedoch keinen Beweis, dass der historische Dracula sich jemals dort aufgehalten hat. Mit ein bisschen Phantasie können Vampirfans über diesen Makel sicher hinweg sehen. Schließlich liefert die Burg auch so genug Gruselfaktor mit Geheimgängen, finsteren Ecken und stilechten Relikten aus vergangenen Jahrhunderten.
Bis heute steckt das Castel del Monte in Apulien voller Rätsel. Was beabsichtigte der Erbauer, Kaiser Friedrich II., mit diesem ungewöhnlichen achteckigen Bau, der wahrscheinlich in der Zeit um 1240 entstand? Ist die trutzige Anlage fertiggestellt worden oder wurden die Arbeiten daran irgendwann eingestellt? Und warum wurde ein drittes Stockwerk aller Wahrscheinlichkeit nach in späteren Jahrhunderten wieder entfernt? Eher pragmatisch veranlagte Wissenschaftler gehen davon aus, dass Castel del Monte als Jagdschloss gedacht war, möglicherweise aber auch als Festung zur Aufbewahrung königlicher Schätze, quasi ein mittelalterlicher Tresor im Großformat. Phantasievollere Experten schreiben dem Schloss dagegen eher mystische Zwecke zu. Demnach könnte die achteckige Form die Krone des Kaisers symbolisieren und gleichzeitig eine Verbindung zum Aachener Dom repräsentieren. Dort wurde Friedrich nicht nur zum deutschen König gekrönt - die Pfalzkapelle im Dom besteht auch aus acht Ecken genauso wie der darin befindliche Kronleuchter. Ein weiteres Problem in der Frage des Bauzwecks ergibt sich in fehlenden Beweisen für Aufenthalte Kaiser Friedrichs in Castel del Monte. Immerhin lässt die vorhandene Architektur der Innenräume einige Aufschlüsse zu. Zum Beispiel existiert noch der Thronraum und in den Türmen waren Toiletten und Bäder untergebracht. Von Friedrich ist bekannt, dass er den Annehmlichkeiten des täglichen Lebens durchaus nicht abgeneigt war. Dazu gehörte auch eine standesgemäße Hofhaltung. Sie sollte seiner politischen Macht, die sich immerhin von Deutschland bis Sizilien erstreckte, entsprechend Ausdruck verleihen. Dass das Gebäude heute erscheint, als sei es eben erst von einem exzentrischen Millionär erbaut worden, ist Renovierungsarbeiten zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Damals hielt man noch nichts von behutsamen Erhaltungsarbeiten, sondern es wurde gemauert und getüncht, bis Castel del Monte wieder makellos auf seinem Hügel stand.
Das majestätisch über Quebec thronende Château Frontenac zählt zu den meist fotografierten Hotels der Welt. Von der kanadischen Eisenbahngesellschaft CPR gebaut und 1893 eröffnet, sollte Château Frontenac die Reiselust wohlhabender Touristen ankurbeln - die natürlich mit dem Zug nach Quebec fahren sollten. Um dem "Château" trotz seines Standorts in der "Neuen Welt" einen entsprechend blaublütigen Anstrich zu verpassen, wurde es nach Graf de Frontenac benannt, der Ende des 17. Jahrhunderts 20 Jahre lang Gouverneur der Provinz Neu Frankreich war. Im 20. Jahrhundert mehrfach erweitert, besteht das mittlerweile nach dem aktuellen Besitzer "Fairmont Le Château Frontenac" benannte Luxushotel aus 618 Zimmern. "Mit einer atemberaubenden Sicht auf den Sankt-Lorenz-Strom oder die Architektur der Altstadt Quebecs werden Sie eine elegante Berührung mit dem historischen Europa erleben", heißt es in einem Werbetext der Hotelkette. Von der Altstadt führt eine Zahnradbahn direkt hinauf zum Château Frontenac, man kann aber auch ganz altmodisch mit der Pferdekutsche die Serpentinen hinaufzockeln. Im Inneren des Hotels verbirgt sich neben dem Gästebereich eine kleine Ladenzeile sowie eine Kaffeehauskette amerikanischer Provenienz. Weit stilvoller kann man seinen Café au lait jedoch im Frühstücksraum des Hotels trinken. Von der Servicekraft am Eingang muss man sich übrigens nicht einschüchtern lassen. In den USA und Kanada ist es üblich, dass man sich seinen Platz nicht eigenhändig aussucht, sondern einen Tisch zugewiesen bekommt.