Südafrikanische Fußball-Tempel
In das Stadion Soccer City in Johannesburg passen 87.000 Zuschauer. Hier wird am 11. Juni das Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Mexico ausgetragen, bevor am 14. Juni die Niederlande gegen Dänemark spielen werden. Es folgen Argentinien gegen Südkorea am 17. Juni, Brasilien gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni und Ghana gegen Deutschland am 23. Juni, bevor hier am 17. Juni das Achtelfinale, am 2. Juli das Viertelfinale und am 11. Juli das Finale ausgetragen werden. Das First-National-Bank-Stadion, wie Soccer City eigentlicht heißt, ist das größte Stadion Afrikas. Es liegt im Südwesten Johannesburgs nahe dem Messezentrum NASREC und dem Township Soweto in der Provinz Gauteng. Umgebaut hat es der Architekt van Bebber. Er erklärt: "Wir suchten nach etwas typisch Afrikanischem. Das ist dieser Topf, dieser "melting pot"." Es wäre sicher leichter gewesen, das alte Stadion ganz abzureißen, doch stecke es "so voller historischer Bedeutung. Nelson Mandela hat hier gesprochen, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die Politiker Chris Hani und Oliver Tambo liegen hier begraben. Dies ist ein historischer Platz, ihn abzureißen hätte bedeutet, nicht respektvoll der Geschichte gegenüber zu sein."
Ins Cape Town Stadion passen zur WM 68.000 Menschen, später sollen die Plätze auf 55.000 reduziert werden. In dem neu erbauten Stadion finden folgende Spiele statt: Uruguay gegen Frankreich am 11. Juni, Italien gegen Paraguay am 14. Juni, England gegen Algerien am 18. Juni, Portugal gegen Nordkorea am 21. Juni sowie Kamerun gegen die Niederlande am 24. Juni. Außerdem steigen hier am 29. Juni das Achtelfinale, am 3. Juli das Viertel- und am 6. Juli das Halbfinale.
Mbombela heißt in der Bantusprache siSwati "viele Menschen zusammen auf kleinem Raum" und ist damit ein passender Name für ein Stadion, in dem 43.589 Menschen ihrer Mannschaft zujubeln werden. Für die Fußball-Weltmeisterschaft ganz neu erbaut, bedeutet das Stadion für die Fußballszene von Nelspruit einen wichtigen Zugewinn und ist auch architektonisch ein Blickfang – mit seinen Tragpfeilern in Giraffenoptik und den Zebrastreifen auf den Sitzen. Am 16. Juni treten hier Honduras gegen Chile an, am 20. Juni Italien gegen Neuseeland, am 23. Juni Australien gegen Serbien und am 25. Juni schließlich Nordkorea gegen die Elfenbeinküste.
Das Moses-Mabhida-Stadion ist das zweitgrößte Stadion der Fußball-WM mit einer Kapazität von 70.000 Menschen. Es liegt zentral in Durban in der Provinz KwaZulu-Natal. Optisch wird das Stadion von zwei großen Stahlbögen geprägt, die das gesamte Dach in einer Höhe von 104 Metern überspannen. Diesen "Skywalk" erreichen die Besucher nur mit einer Seilbahn. Von hier oben bietet sich ihnen dann ein spektakulärer Blick über die Stadt und den Indischen Ozean. Das Moses-Mabhida-Stadion ist Austragungsort folgender Begegnungen: Deutschland gegen Australien am 13. Juni, Spanien gegen die Schweiz am 16. Juni, die Niederlande gegen Japan am 19. Juni, Nigeria gegen Südkorea am 22. Juni und Portugal gegen Brasilien. Außerdem steigt hier dam 28. Juni das Achtelfinale und am 7. Juli das Halbfinale.
Ursprünglich war Ellis Park ein reines Rugbystadion, das 1928 erbaut und 1982 abgerissen und komplett neu gebaut wurde. Benannt ist es nach J.D. Ellis, dem Stadtrat von Johannesburg, der die Nutzung des Grundstückes für den Stadionbau damals bewilligte. Für die WM wurde das Stadion nur geringfügig umgebaut, inzwischen fasst es 62.500 Zuschauer. Das erste WM-Spiel, das hier am 12. Juni stattfinden wird, ist die Begegnung Argentinien gegen Nigeria. Es folgen Brasilien gegen Nordkorea am 15. Juni, Slowenien gegen die USA am 18. Juni, Spanien gegen Honduras am 21. Juni, die Slowakei gegen Italien am 24. Juni, am 28. Juni das Achtel- und schließlich am 3. Juli das Viertelfinale.
Im Jahr 1952 errichtet, war das Free-State-Stadion schon Schauplatz vieler spannender Rugby-Heimspiele der Mannschaften Free State Cheetahs und Central Cheetahs. Für die Fußball-WM wurde es modernisiert und umgebaut, so dass heute 45.000 Personen Platz finden. In dem Stadion in Bloemfontein ganz in der Nähe des Kingspark Zoological Garden werden am 14. Juni zuerst Japan gegen Kamerum gegeneinander antreten, bevor drei Tage später Griechenland gegen Nigeria spielen wird. Am 20. Juni folgen die Slowakei gegen Paraguay, bevor am 22. Juni Frankreich gegen Südafrika und am 25. Juni die Schweiz gegen Honduras spielen. Am 27. Juni steigt hier das Achtelfinale.
Das Peter-Mokaba-Stadion in Polokwane, in der Provinz Limpopo, ist ein Neubau. Es hat Platz für 45.000 Zuschauer und wird Austragungsort für folgende Fußball-WM-Spiele sein: Algerien gegen Slowenien am 3. Juni, Frankreich gegen Mexico am 17. Juni, Griechenland gegen Argentinien am 22. Juni und Paraguay gegen Neuseeland am 24. Juni. Benannt ist das Stadion nach Peter Mokaba, der am 11. Juni 2002 in Johannesburg verstorbene ANC-Politiker.
Das Nelson-Mandela-Bay-Stadion in Port Elizabeth ist eines der fünf Stadien, die für die Weltmeisterschaft 2010 komplett neu errichtet wurden. Die sagenhafte Konstruktion ist eine multifunktionelle Sportanlage und eine Bereicherung für Port Elizabeth sowie das ganze östliche Kap. Entworfen wurde die Arena von deutschen Architekten. Das Stadion in Port Elizabeth bietet 45.931 Menschen Platz. Es ist Austragungsort für folgende Spiele: Südkorea gegen Griechenland am 12. Juni, die Elfenbeinküste gegen Portugal am 15. Juni, Deutschland gegen Serbien am 18. Juni, Chile gegen die Schweiz am 21. Juni, Slowenien gegen England am 23. Juni sowie das Achtelfinale am 26. Juni, das Viertelfinale am 2. Juli und das Spiel um Platz drei am 10. Juli.
Das Schmuckkästchen der WM 2010 ist nach dem Eingeborenenstamm der Royal Bafokeng Nation benannt, in dessen Besitz es sich auch befindet. Es ist umgeben von weitem Grasland und Hügelketten. Anlässlich der Rugby Weltmeisterschaft 1995 wurde die Sportstätte errichtet und danach stets gut in Schuss gehalten. Es zählt heute zu den modernsten und schönsten Stadien Südafrikas mit einem Fassungsvermögen von 45.000 Zuschauern. Diese werden sich am 12. Juni das Spiel England gegen die USA ansehen können, am 15. Juni Neuseeland gegen die Slowakei, am 19. Juni Ghana gegen Australien, am 22. Juni Mexico gegen Uruguay und am 24. Juni Dänmark gegen Japan. Am 26. Juni ist es schließlich Austragungsort des Achtelfinales.