Lexikon

Drei-Lager-Theorie

Bez. für die qualitative Umorientierung der sowjet. Außenpolitik in den 1950er Jahren. Offiziell seit dem XX. Parteitag der KPdSU (1956) eingeführt, umschreibt der Begriff die nach Stalins Tod (1953) veränderte weltpolit. Lagebeurteilung in der UdSSR. Betrachtet die Zwei-Lager-Theorie die internationalen Beziehungen vor dem Hintergrund des Ost-West-Konflikts, so geht die D. vor allem auf den Neueintritt zahlreicher Staaten der Dritten Welt in die internationale Politik ein. Die infolge der Entkolonialisierung entstandenen Staaten (bes. in Afrika u. Asien) gerieten mehr u. mehr ins Kalkül der Außenpolitik der UdSSR. Aufgrund der D. sollten Wirtschafts-, Entwicklungs- u. Militärhilfeprogramme entwickelt werden, um die neutralen Staaten allmählich ins sozialist. Lager zu ziehen. Die gegenüber den westl. Ländern nur mangelhafte wirtschaftl. Potenz der UdSSR u. ihrer Verbündeten hat eine erfolgreiche Realisierung dieses Programms meist verhindert.
Proteinkomplex
Wissenschaft

Wie unser Langzeitgedächtnis funktioniert

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Fenster: Neues Scheibenmaterial verhindert Wärmeverlust

Durch Gebäudefenster geht viel Wärme verloren. Wissenschaftler haben nun ein neuartiges Hydrogel-Material entwickelt, das zur Herstellung von besser isolierenden Fenstern verwendet werden könnte. Das Silikon-Material ist dank seines Aufbaus aus vernetzten Nanoröhrchen ultratransparent und zugleich hochisolierend, was den...