Lexikon

Drei-Lager-Theorie

Bez. für die qualitative Umorientierung der sowjet. Außenpolitik in den 1950er Jahren. Offiziell seit dem XX. Parteitag der KPdSU (1956) eingeführt, umschreibt der Begriff die nach Stalins Tod (1953) veränderte weltpolit. Lagebeurteilung in der UdSSR. Betrachtet die Zwei-Lager-Theorie die internationalen Beziehungen vor dem Hintergrund des Ost-West-Konflikts, so geht die D. vor allem auf den Neueintritt zahlreicher Staaten der Dritten Welt in die internationale Politik ein. Die infolge der Entkolonialisierung entstandenen Staaten (bes. in Afrika u. Asien) gerieten mehr u. mehr ins Kalkül der Außenpolitik der UdSSR. Aufgrund der D. sollten Wirtschafts-, Entwicklungs- u. Militärhilfeprogramme entwickelt werden, um die neutralen Staaten allmählich ins sozialist. Lager zu ziehen. Die gegenüber den westl. Ländern nur mangelhafte wirtschaftl. Potenz der UdSSR u. ihrer Verbündeten hat eine erfolgreiche Realisierung dieses Programms meist verhindert.
Abnehmspritze
Wissenschaft

Satt schon vor dem ersten Bissen

Der Anblick köstlicher Speisen wirkt auf die meisten Menschen appetitanregend. Wer dagegen die neuen Abnehmspritzen nutzt, wird häufig schon satt, wenn er Essen auch nur ansieht. In Versuchen mit Mäusen und Menschen hat eine Studie nun aufgeklärt, welche Vorgänge im Gehirn für diesen Effekt verantwortlich sind. Demnach vermitteln...

Desinformation
Wissenschaft

Strategien von Klimawandel-Leugnern aufgedeckt

Online kursieren zahlreiche Falschinformationen zum Thema Klimawandel. Ihre Verbreiter zweifeln zum Beispiel an, dass die menschlichen CO2-Emissionen einen Einfluss auf das globale Klima haben – obwohl dazu ein breiter wissenschaftlicher Konsens besteht. Doch ausgerechnet diejenigen, die den Erkenntnissen der Klimaforschung...