Lexikon

Valéry

[
valeˈri
]
Valery, Paul
Paul Valery
Paul Ambroise, französischer Dichter, * 30. 10. 1871 Sète, † 20. 7. 1945 Paris; befreundet mit A. Gide und S. Mallarmé; schrieb anfangs symbolistische Lyrik („Album de vers anciens“ 1920), widmete sich dann 20 Jahre lang (1897–1917) mathematischen und logischen Studien und befasste sich mit dem Problem des „universalen Geistes“ („Introduction à la méthode de Léonard de Vinci“ 1895, erweitert 1919 und 1933); wandte sich anschließend wieder der Dichtung zu; 1925 Mitglied der Académie française; seit 1937 Professor für Poetik am Collège de France. Seine Dichtungen vereinigen Intellektualität und Abstraktheit in Form und Inhalt mit magischer Sinnlichkeit. Die Hauptthemen dieser poésie pure („poésie absolue“) sind der Prozess des dichterischen Schaffens und das menschliche Erkennen. Prosa: „Herr Teste“ 1896, deutsch 1927; „Eupalinos oder Über die Architektur“ 1924, deutsch 1927; „Variété“ 1924–1944; Drama: „Mein Faust“ (Fragment, postum 1946, deutsch 1948); Briefwechsel mit A. Gide 1955, deutsch 1958.
Vulkan spuckt schwarzen Rauch und Asche in den Himmel, umliegende Berge und Wolken im Hintergrund.
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