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Einführung

Entdecker

Vor 500 Jahren, am 22. Februar 1512, starb Amerigo Vespucci, seines Zeichens Kaufmann, Navigator, Seefahrer und Entdecker. Als erster Europäer äußerte er seine Überzeugung, dass das von Kolumbus neu entdeckte Land keineswegs eine Inselgruppe sei - sondern ein ganzer Kontinent! Die Briefe des Entdeckers Amerigo Verspucci verleiteten den deutschen Kartografen Martin Waldseemüller dazu, auf seiner Weltkarte aus dem Jahre 1507 den neu entdeckten Kontinent mit dem Namen "Amerika" zu versehen. Und das gilt als durchaus berechtigt, da Christoph Kolumbus ja selbst geglaubt hatte, den Seeweg nach Indien, nicht aber eine völlihg "neue Welt" entdeckt zu haben.

Neben Amerigo Vespucci zählt man noch etliche weitere Namen zur Gattung der großen Entdecker: Hernán Cortés, Vasco da Gama und Alexander von Humboldt ebenso wie Magellan und James Cook. Und den Entdeckern folgten meist die Eroberer und Kolonisatoren gleich auf dem Fuße. Denn der Ehrgeiz und die Neugier der Entdecker ging immer Hand in Hand mit den wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen der Herrscher ihrer jeweiligen Heimatländer. Die Entdecker, die im Auftrag christlicher Herrscherhäuser reisten, waren oft gleichzeit Missionare. So bahnte sich zum Beispiel die Christianisierung ihren Weg entlang neu entdeckter Routen.

Was all die großen Entdecker des 15. und 16. Jahrhunderts auf ihren Wegen vom europäischen Kontinent aus in alle Himmelsrichtungen mit an Bord nahmen, waren Wagemut und tapfere Männer, die gemeinsam mit ihnen ins Ungewisse segelten. Für Europa erweiterten die Entdecker den Horizont. Für die Ureinwohner jener neu entdeckten Welten bedeutete die Ankunft der ehrgeizigen Seeleute aus dem fernen Europa oft Leid und Unterdrückung.

 

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