Lexikon

Boccaccio

[
-ˈkatʃo
]
Boccaccio, Giovanni
Giovanni Boccaccio
Giovanni, italienischer Dichter, * 1313 Florenz oder Certaldo,  21. 12. 1375 Certaldo bei Florenz; Freund F. Petrarcas, Verehrer Dante Alighieris, dessen Werk er 1373 als Professor in Florenz deutete; einer der bedeutendsten Erzähler der Weltliteratur, Meister der Novelle. Seinen weltweiten Ruhm begründete er mit dem „Decamerone“ (entstanden 13481353, Erstdruck 1470, deutsch ca. 1471), einer Sammlung von 100 durch Rahmenerzählung verbundenen Novellen, in denen zahlreiche Stoffe weitverstreuter Herkunft (besonders Liebeserzählungen) prägnante Formen fanden und überliefert wurden. Mit dem „Il Decamerone“ wurde Boccaccio zum Schöpfer der italienischen Kunstprosa und gewann entscheidenden Einfluss auf die europäische Literatur. Deutsche Übersetzungen des „Decamerone“ liegen in zahlreichen Ausgaben vor.
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(*1979) ist Biochemiker am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg. Mit seiner Forschungsgruppe untersucht er Stoffwechsel-Mechanismen. Der Fokus liegt dabei auf der Umwandlung von Kohlendioxid durch Bakterien, Algen und Pflanzen – und wie sich dieser Prozess synthetisch verbessern lässt.

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