Lexikon

Was war wirklich?

Was war wirklich?
Harald v. Mendelssohn (* 1911) forschte in seinem Werk Jesus - Rebell oder Erlöser nach den historischen Spuren des Religionsstifters:

Es ist praktisch aussichtslos, Jesu Wirken in Galiläa zu rekonstruieren, weil wir kaum über zuverlässige Texte verfügen. Die Evangelien sind etwa ein halbes Jahrhundert nach den Ereignissen entstanden, jedenfalls nach der Katastrophe von 70 und der Tempelzerstörung...

Viel schwerer wiegen andere Aspekte...:
- Die Geschichte Jesu wurde niedergeschrieben nach der paulinischen Umdeutung: Jesus war bereits zum Erlöser geworden, 〉dessen Reich nicht von dieser Welt ist〈.
- Zu dieser Zeit war im ganzen Römischen Reich der Judenhass ausgebrochen: Zu oft hatten die Juden Schwierigkeiten gemacht, und zu groß war die Kraftanstrengung gewesen, derer es bedurft hatte, um dieses rebellische Volk in die Knie zu zwingen... Ihr galt es in den Abschriften Rechnung zu tragen...
- Außerdem hatte die Urkirche damals alles Interesse daran, ihre Distanz zur Synagoge zu markieren, auch wenn der endgültige Bruch erst später erfolgte; darauf sind die vielen Antisemitismen in den Evangelien und Paulus-Briefen zurückzuführen.
- Gleichzeitig hatte Paulus alle Schleusen für hellenistische Einflüsse geöffnet, und die frühen Kirchenväter sind seinem Vorbild gefolgt. Auf diese Weise muss der römerfreundliche Grundton in den Evangelien entstanden sein.
Dass Jesus nicht der friedliche Wanderprediger gewesen sein kann..., geht aus Textstellen und aus den Ereignissen selbst hervor.
Diagnose, Medizin, Behandlung
Wissenschaft

Späte Diagnose

Viele Menschen spüren, wenn etwas mit ihrer Gesundheit nicht stimmt. Aber unnötig spät bekommen sie erst ihre Diagnose, ob HIV oder Krebs. von SUSANNE DONNER Als der 36-jährige Mann aus Berlin auf seiner Zunge ein Knötchen, eine Papel, bemerkt, die immer größer wird, geht er zum Arzt. Er ahnt bereits, dass es um seine Gesundheit...

Nahaufnahme einer Strandkrabbe
Wissenschaft

Auch Krabben fühlen Schmerz

Schalentiere wie Krebse und Krabben dürfen bislang lebendig zerlegt oder gekocht werden, um sie zu essen. Denn im Gegensatz zu Kühen und Schweinen fühlen die Krebstiere angeblich keinen Schmerz. Nun haben Forscher bewiesen, dass das nicht stimmt. Im Gehirn von Strandkrabben treten durchaus Schmerzsignale auf, wenn ihre Weichteile...