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Staatsbankrott

Kann man fälligen Zahlungen gar nicht mehr oder nur noch teilweise nachkommen, ist man bankrott. Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für Firmen oder eben auch für einen gesamten Staat. In diesem Fall spricht man von einem Staatsbankrott. Werfen wir einen Blick in die internationalen Haushaltsbücher der vergangenen 200 Jahre, stellen wir fest, dass so mancher Staat sich schon als insolvent bekennen musste. Mehrfach sogar: Deutschland z. B. sieben Mal und Griechenland bisher fünf Mal. Und aktuell steht Griechenland um ein Neues vor dem Staatsbankrott. Aber wie kann es überhaupt dazu kommen, dass ein Staat finanziell zusammenbricht?
aus der wissen.de Redaktion

Staatsbankrott - Talfahrt für Währungen
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Die Ursachen

Es gibt verschiedene Ursachen, die sich oft noch gegenseitig verstärken. Bei einem ökonomisch bedingten Bankrott spricht man von dem Prinzip der Überschuldung. Wenn ein Staat über einen langen Zeitraum mehr ausgibt, als er einnimmt, wächst der Schuldenstand stetig in die Höhe. Militärische Aufrüstung und Reparationszahlungen oder auch eine kurzfristig anberaumte Bankenrettung sind Beispiele für übermäßig hohe Staatsausgaben. Politisch bedingt ist ein Staatsbankrott, der durch Nichtbedienung von Verbindlichkeiten hervorgerufen ist, und zwar unabhängig davon, ob Rückzahlungen wirtschaftlich möglich wären oder nicht.

 

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