Wahrig Herkunftswörterbuch

Los

Schicksal
mhd.
loz,
ahd.
(h)loz; aus
germ.
*hlauti „Losung, Schicksal“, zu *hleuta „losen, zuteil werden“; das Losen war in germanischer Zeit eine Methode, nach der Zukunft und seinem Schicksal zu fragen, später wurde es dann zur Methode, eine vom Menschen unabhängige und zufällige Lösung zu erzielen, vgl. auch Lotto; außergermanisch lassen sich keine sicheren Entsprechungen nachweisen; zur alten Bedeutung „Schicksal, Wahrsagung“ stellt sich die Bildung
Losung
„Erkennungswort“, das seit dem 15. Jh. im heutigen Verständnis gebräuchlich ist; die Ableitungen
verlosen
und
auslosen
„per Zufallsmethode etwas oder jemanden bestimmen“ beziehen sich auf den erwähnten germanischen Brauch, eine Lösung zu erzielen
Die Farblithografie „Im Hafen einer Hansestadt“ ist Teil einer Serie kulturgeschichtlicher Bilder, entstanden um 1909.
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