Wahrig Herkunftswörterbuch
hinter
die Formen
mhd.
hinder, ahd.
hintar sind wahrscheinlich Komparativbildungen des germanischen Stamms *hin(d)–, daraus auch hinten; außergermanisch gibt es keine sicheren Vergleiche; Hintern
„Gesäß“ ist eine Substantivierung der Präposition und bedeutet „der Hintere“; die Zusammensetzungen Hinterhalt
und Hintergrund
stammen beide aus dem 18. Jh. und beziehen sich auf hinter im örtlichen Verständnis; der Ausdruck Hinterwäldler
ist eine Bildung des 19. Jh. und angelehnt an engl.
backwoodsman, einer nordamerikanischen Bezeichnung für die Bewohner jenseits des Alleghanygebirges; Hintertreffen
bezeichnete im 18. Jh. noch das im Hintergrund stehende Heer, das keinerlei Anteil an einen Sieg bekam; heute nur noch in der Wendung ins Hintertreffen geraten „von Nachteil sein“ gebräuchlich
Wissenschaft
Inmitten von reichlich Sauerstoff erstickt
Wie bereits kleinste Mengen Kohlenmonoxid unser Atmungssystem sabotieren, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Wir alle müssen unser Leben lang atmen, Tag und Nacht, ohne Unterbrechung. Nur so bekommen wir genügend Sauerstoff in die Lungen, der dann mit dem Blutstrom zu den vielen Billionen Zellen unseres Körpers befördert wird. Dort...
Wissenschaft
Für die Lebenden und die Toten
Kolossale Gräber und Kultstätten dienten der Ahnenverehrung und sind Manifeste der neolithischen Kultur. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Auf einem Hochplateau im Süden Maltas befindet sich der jungsteinzeitliche Tempelkomplex Hagar Qim (stehender Felsen). Hier gibt es keine eckigen Grundrisse und geraden Mauern, wie man es von...