Lexikon
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom; Hyperkinetisches SyndromAbkürzung ADHS, ADS, relativ häufig vorkommende Verhaltensauffälligkeit bei Kindern, aber auch Erwachsenen (5–14%), die sich in Störungen der Konzentration, der Wahrnehmung und der Gedächtnisbildung äußert. Als weitere Symptome können motorische Hyperaktivität, leichte Erregbarkeit, Unberechenbarkeit des Verhaltens, starke Stimmungsschwankungen, Aggressivität sowie Kontaktschwierigkeiten hinzukommen. Jungen sind 5 bis 9 mal so häufig betroffen wie Mädchen, eineiige Zwillinge meist gemeinsam. Als Ursache nimmt man an, dass im Zusammenwirken verschiedener Hirnabschnitte die erforderlichen Überträgerstoffe (Transmitter) zwischen den Schaltstellen von Hirnzellen, den Synapsen, nicht optimal wirken. Dieser Funktionsstörung liegt vermutlich eine genetische Veranlagung zugrunde. Als Therapie kommt eine individuell eingestellte medikamentöse Behandlung mit sog. Stimulanzien in Frage, die die Funktion der körpereigenen Neurotransmitter weitgehend normalisieren. Daneben können zusätzliche Maßnahmen wie Psycho- oder Verhaltenstherapie erforderlich sein.
Wissenschaft
Die Babylonier und der Mond
Im alten Babylon oblag es den Hofastrologen, die Vorgänge am Himmel zu beobachten, zu deuten und Vorhersagen zu treffen. Insbesondere Mondfinsternisse galten als Vorboten kommenden Unheils, wie auf vier Omen-Tafeln zu lesen ist, deren Übersetzung vor wenigen Monaten veröffentlicht wurde. Die mit Keilschrift versehenen...
Wissenschaft
Ein Bund fürs Leben
Die Beziehung zu unseren Geschwistern ist häufig eine der längsten Beziehungen, die wir haben. Sie lehrt uns wichtige soziale Kompetenzen. Und prägt uns ein Leben lang. von DANIELA LUKAßEN-HELD (Text) und LINUS SCHILLING (Illustrationen) Streit und Versöhnung, Liebe und Hass, Neid und Gunst – wohl kaum eine Beziehung ist so von...