Wahrig Synonymwörterbuch
anbrüllen
anschreien, anfahren, anherrschen, wettern, schelten; ugs.: anfauchen, anzischen, anknurren, anschnauben, schimpfen wie ein Rohrspatz, ein Donnerwetter loslassen, Gift und Galle spucken, zusammenstauchen, heruntermachen, runterputzen, zusammenfalten, anpfeifen, anschnauzen, anblaffen, anbellen, andonnern, angiften, ankläffen, jmdm. den Marsch blasen; derb: anscheißen, zusammenscheißen
anbrüllen: Die lautstarke Auseinandersetzung
Für die lautstarke Art der Auseinandersetzung beziehungsweise die scharfe Form des Tadels gibt es zahlreiche umgangssprachliche Ausdrücke und Redensarten, die bildlich auf das Tierreich Bezug nehmen. Dabei geht es um Kampf– oder Angriffslaute: Anfauchen verweist auf Raubkatzen, anzischen auf Schlangen, anbellen, anknurren, anblaffen und ankläffen auf Hunde und anschnauben auf Bullen. Die Redensart schimpfen wie ein Rohrspatz bezieht sich auf den lauten und anhaltenden Ruf des Drosselrohrsängers, der als schrill empfunden wird.
Mit der Wendung jemanden zur Schnecke machen verbindet sich das Bild äußerster Erniedrigung, weil Schnecken am Boden kriechen und sich ängstlich in ihr Haus zurückziehen. Der Ausdruck jemandem die Hammelbeine langziehen kommt vom Enthäuten eines geschlachteten Hammels. Er ist einst im Soldatenjargon entstanden und wurde für das Zurechtweisen fauler Untergebener verwendet. Auf die Soldatensprache des 19. Jahrhunderts geht auch die veraltete Redensart jemandem den Marsch blasen zurück. Sie spielt darauf an, dass Marschsignale durch Blasinstrumente gegeben wurden.
Die Redewendung jemanden zur Minna machen ist vermutlich auf die schlechte Behandlung von Hausgehilfen zurückzuführen, die im späten 19. Jahrhundert typischerweise den Namen Wilhelmine führten. Eine andere, mögliche Herleitung ergibt sich aus dem Jiddischen, wo inus beziehungsweise innes so viel bedeutet wie »Qual/Leiden/Folter«. Derb ist dagegen die Wendung jemanden zur Sau machen. Sie nimmt auf ein Tier Bezug, das im Ansehen weit unten steht, zeigt also ebenfalls Erniedrigung an. Das Gleiche gilt für die Ausdrücke zusammenscheißen und anscheißen als derbe Varianten für anbrüllen.
Die Wendung ein Donnerwetter loslassen nimmt das Bild der Naturgewalten auf, die über die Menschen hereinbrechen können.
Mit der Wendung jemanden zur Schnecke machen verbindet sich das Bild äußerster Erniedrigung, weil Schnecken am Boden kriechen und sich ängstlich in ihr Haus zurückziehen. Der Ausdruck jemandem die Hammelbeine langziehen kommt vom Enthäuten eines geschlachteten Hammels. Er ist einst im Soldatenjargon entstanden und wurde für das Zurechtweisen fauler Untergebener verwendet. Auf die Soldatensprache des 19. Jahrhunderts geht auch die veraltete Redensart jemandem den Marsch blasen zurück. Sie spielt darauf an, dass Marschsignale durch Blasinstrumente gegeben wurden.
Die Redewendung jemanden zur Minna machen ist vermutlich auf die schlechte Behandlung von Hausgehilfen zurückzuführen, die im späten 19. Jahrhundert typischerweise den Namen Wilhelmine führten. Eine andere, mögliche Herleitung ergibt sich aus dem Jiddischen, wo inus beziehungsweise innes so viel bedeutet wie »Qual/Leiden/Folter«. Derb ist dagegen die Wendung jemanden zur Sau machen. Sie nimmt auf ein Tier Bezug, das im Ansehen weit unten steht, zeigt also ebenfalls Erniedrigung an. Das Gleiche gilt für die Ausdrücke zusammenscheißen und anscheißen als derbe Varianten für anbrüllen.
Die Wendung ein Donnerwetter loslassen nimmt das Bild der Naturgewalten auf, die über die Menschen hereinbrechen können.
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