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Können Tiere ihre Umgebung ihren Bedürfnissen anpassen?

Ja, auch das ist kein Privileg der menschlichen Spezies. Die Landschaftsgestaltung der Biber (Castor fiber) fällt sofort ins Auge. Die großen Nagetiere ernähren sich von den verschiedensten Pflanzenarten und sind dafür bekannt, dass sie kleinere Bäche in der Nähe von unterholzreichen Auwäldern anstauen. Ihre Dämme bauen sie aus Ästen, Zweigen und Teilen von Baumstämmen, die sie in der Nähe ihres Gewässers fällen. Sie nutzen hauptsächlich Espen, Weiden und Pappeln, deren Teile sich im Wasser leicht transportieren lassen. Biberdämme können an der Basis vier bis sechs Meter breit sein. Der längste in Russland gefundene Damm war 120 Meter lang, und ein amerikanischer Damm in Montana brachte es sogar auf 700 Meter Länge. Durch ihre Stauseen, die übrigens schnell von Fischen und Wasservögeln besiedelt werden, haben Biber in früheren Zeiten sicherlich manches Hochwasser verhindert.

Ein weiteres Beispiel sind die bodenbewohnenden Nagetiere, wie etwa die Erdhörnchen der amerikanischen Prärien oder die Verwandten der Murmeltiere in den russischen Steppen. Sie werden stark von Flöhen geplagt, deren Larven sich in den unterirdischen Nestern entwickeln. Wenn die Nager ihre Nestkammern regelmäßig mit Erde zuschütten und neue anlegen, sterben diese Flohlarven im alten Nest – eine aktive Schädlings- bzw. Parasitenbekämpfung.

Mikroroboter
Wissenschaft

Kleinster autonomer Roboter ist kaum größer als eine Zelle

Er ist mit bloßem Auge kaum sichtbar, aber erstaunlich leistungsfähig: Forschende haben einen autonomen Mikroroboter entwickelt, der seine Umgebung selbstständig wahrnehmen und darauf reagieren kann. Angetrieben und programmiert wird er mit Hilfe von Licht, gesteuert von einem winzigen Mini-Computer. Die Winzlinge lassen sich...

Foto von Spuren des Hochwassers im Ahrtal
Wissenschaft

Flutkatastrophe im Ahrtal hätte noch schlimmer ausfallen können

Vor fast genau vier Jahren, in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, raste infolge von Starkregen eine riesige Flutwelle durch das Ahrtal und andere Flusstäler im westlichen Mitteleuropa. In den Wassermassen kamen fast 200 Menschen ums Leben. Doch es hätte noch schlimmer kommen können, zeigt eine neue Studie. So hätte es noch...

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