Wissensbibliothek
Warum heißt die Aloe auch »Bitterschopf«?
Weil der gelbliche Saft der Aloenblätter neben Anthranoiden (Aloin), Harzen und anderen medizinisch wirksamen Substanzen reichlich Bitterstoffe enthält. Eingedickt findet der Saft der Aloen als Pulver bzw. Aloeharz Verwendung, vor allem als Abführmittel, aber auch für aromatisches Räucherwerk. Seine Inhaltsstoffe wirken u. a. antibakteriell und entzündungshemmend. Die größte Bedeutung hat der vorwiegend aus Aloe vera gewonnene Saft in der Kosmetikindustrie, als hautpflegender Bestandteil in Cremes und Lotionen. Für solche Zwecke findet vor allem transparentes Aloe-Vera-Gel Verwendung, das kein Aloinharz enthält.
Übrigens: Die Gattung Aloe ist im südlichen Afrika über Madagaskar bis Arabien beheimatet und umfasst über 400 Arten. Vor allem die krautigen, stammlosen Vertreter mit stark sukkulenten Blättern erinnern sehr an die Agaven des amerikanischen Kontinents, so etwa die bekannte Echte Aloe (Aloe vera). Daneben kommen aber auch strauchige sowie baumartig wachsende Aloen vor. Aloen zeigen häufig attraktive, oft kräftig rot oder gelb gefärbte, röhren- bis glockenförmige Blüten.
Vergorene Früchte als Ursprung menschlichen Alkoholkonsums?
Viele Menschenaffen verzehren gerne vergorenes Fallobst. Wie verbreitet dieses Verhalten allerdings ist, ist noch unklar – unter anderem, weil viele Studien nicht zwischen dem Konsum von frisch gepflückten und vom Boden aufgelesenen, potenziell vergorenen Früchten unterscheiden. Ein Forschungsteam schlägt deshalb vor, einen...
Unscharf, aber stabil
Wie Heisenbergs Unbestimmtheitsrelation die Quantenwelt erklärt. von RÜDIGER VAAS Es gibt auf der Welt echten Zufall – eine objektive Unbestimmtheit, nicht nur eine subjektive Unkenntnis“, bringt der Physiker Helmut Fink die vielleicht tiefgreifendste Schlussfolgerung aus der revolutionären Quantenphysik auf den Punkt. „...