Wissensbibliothek

Warum heißt die Aloe auch »Bitterschopf«?

Weil der gelbliche Saft der Aloenblätter neben Anthranoiden (Aloin), Harzen und anderen medizinisch wirksamen Substanzen reichlich Bitterstoffe enthält. Eingedickt findet der Saft der Aloen als Pulver bzw. Aloeharz Verwendung, vor allem als Abführmittel, aber auch für aromatisches Räucherwerk. Seine Inhaltsstoffe wirken u. a. antibakteriell und entzündungshemmend. Die größte Bedeutung hat der vorwiegend aus Aloe vera gewonnene Saft in der Kosmetikindustrie, als hautpflegender Bestandteil in Cremes und Lotionen. Für solche Zwecke findet vor allem transparentes Aloe-Vera-Gel Verwendung, das kein Aloinharz enthält.

Übrigens: Die Gattung Aloe ist im südlichen Afrika über Madagaskar bis Arabien beheimatet und umfasst über 400 Arten. Vor allem die krautigen, stammlosen Vertreter mit stark sukkulenten Blättern erinnern sehr an die Agaven des amerikanischen Kontinents, so etwa die bekannte Echte Aloe (Aloe vera). Daneben kommen aber auch strauchige sowie baumartig wachsende Aloen vor. Aloen zeigen häufig attraktive, oft kräftig rot oder gelb gefärbte, röhren- bis glockenförmige Blüten.

Hitze, Abkühlung
Wissenschaft

Wie viel Hitze verträgt der Mensch?

Forschende untersuchen, was bei einem Hitzschlag im Körper passiert – und wie wir vorbeugen können. von MARTIN WILHELM ANGLER Kalifornien, im Juli 2019: Eine der größten Hitzewellen sucht die Bay Area heim. Auf einem Parkplatz in Palo Alto bricht eine alte Frau zusammen. Als die Sanitäter eintreffen, ist ihre Körpertemperatur auf...

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Wissenschaft

Vorstoß in die Hölle

Drei Raumsonden sollen bald die Rätsel der Venus lösen. Eine neue Studie lässt vermuten, dass unsere Nachbarwelt bis heute vulkanisch aktiv ist. von RÜDIGER VAAS Die Venus wird oft als Schwester der Erde bezeichnet, weil sie ähnlich groß ist und eine dichte Atmosphäre über felsigem Grund hat. Sie war das erste Ziel...

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