Wahrig Herkunftswörterbuch

Nagelprobe
In den Wendungen Nägel mit Köpfen machen, etwas an den Nagel hängen oder den Nagel auf den Kopf treffen ist tatsächlich der Nagel als „spitzer Drahtstift“ gemeint in der letzten Wendung als Nagel in der Mitte einer Zielscheibe. Die Nagelprobe dagegen betrifft den Fingernagel. Wir kennen sie als „schwierige Aufgabe oder Prüfung“ aus der Zeitungssprache: Wird etwas für jemanden zur Nagelprobe, so zeigt sich, ob er Probleme lösen kann. Den Ursprung erklärt das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm. Eine Nagelprobe sei „das umstürzen eines ausgetrunkenen glases auf den nagel des linken daumens zum zeichen, dasz auch nicht ein auf den nagel fallender tropfen zurückgeblieben sei.“ Diesen seltsamen Brauch beschreibt Sebastian Brant schon 1494 in seiner Moralsatire Das Narrenschiff, ohne jedoch Nagel oder Nagelprobe explizit zu nennen. Auch die frühere englische Redensart to drink on the nail soll von diesem Brauch herrühren. Später übertrug man den Begriff Nagelprobe auf Prüfverfahren im Druckwesen und in der Medizin.
Humanoide Figur mit Froskopf, trägt Anzug und Aktentasche, steht auf grauem Hintergrund, Text:
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Kosmische Nachzügler und Magnete

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