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Wie gefährlich ist das Gift der Skolopender?

Die Giftigkeit der Riesenläufer oder Skolopender (Ordnung Scolopendromorpha) wird stark übertrieben. Ein Biss ist für einen Menschen zwar äußerst schmerzhaft, doch ernstere Beschwerden sind selten die Folge. Falls doch, ist meistens eine nachträgliche Infektion der Wunde die Ursache, nicht aber das Gift selbst. Nachgewiesene Todesfälle infolge eines Skolopenderbisses sind jedenfalls nicht bekannt.

Bei kleineren Säugern führt das von Skolopendern benutzte Nervengift allerdings zu beschleunigter Atemfrequenz, vermehrter Schweißbildung, Krämpfen, Erbrechen, Atemlähmung und schließlich zum Tod. Ist ein Beutetier aufgespürt, packen die vielfüßigen Gliedertiere blitzschnell mit ihren mächtigen Giftklauen zu und rollen den Vorderkörper ein, um der Beute die Flucht zu erschweren.

Die über 20 Zentimeter langen Skolopender kommen in vielen warmen Regionen der Erde vor. Sie sind in Wüstengebieten ebenso leicht aufzufinden wie im tropischen Regenwald. Ihr erstes Beinpaar, an der Kopfunterseite, ist zu Haken umgeformt. Dort befinden sich auch die Giftdrüsen.

Übrigens: Eine außergewöhnliche Ordnung der Hundertfüßer stellen die Spinnenasseln (Scutigeromorpha) dar, die als Einzige nicht mit einem Tracheensystem atmen, wie es auch bei den Insekten vorkommt. Stattdessen verfügen sie über unpaarige Atemschlitze an den Rückenplatten, sog. Tracheenlungen.

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