Lexikon
Sittlichkeit
das sittliche Verhalten und auch die diesem gemäße Gesinnung und Zielsetzung, wobei sittliches Verhalten ursprünglich ein von der Sitte bzw. der kollektiven Lebensordnung gefordertes Verhalten ist.
Die Frage nach dem Endziel oder dem höchsten Gut des (individuellen) Lebens ist seit der Antike die Grundfrage der Ethik. Sie wurde anfänglich im Sinn der individuellen Tüchtigkeit innerhalb der Polis beantwortet (Platon, Aristoteles), dann aber auf das individuelle Wohlergehen, das naturgemäße Leben (Stoa) und schließlich auf das Heil der Seele allein (hellenistische Philosophie, Christentum) bezogen. Vielfältig wie die Ansichten über das Wesen der Sittlichkeit sind in der Philosophie auch die über die Art der sittlichen Verbindlichkeit (Sittengesetz, Pflicht). Da die sittliche Beurteilung eine Bewertung ist, fragt es sich, ob es besondere sittliche Werte an sich gibt. Wertphilosophie.
Wissenschaft
Wenn Fingergelenke Krach machen
Was es mit dem Knacken in den Gelenken auf sich hat und ob es schädlich ist, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Manche tun es aus Nervosität, andere erfreuen sich an dem befreienden Gefühl, wenn die Spannung im Gelenk plötzlich mit deutlichem Knacken nachlässt, und wieder andere wollen mit dem Geräusch offenbar vor allem ihre...
Wissenschaft
Aus Alt mach Neu
Vor zwanzig Jahren tobte eine erbitterte Diskussion um die Evolutionstheorie durch das Internet. Anlass war ein Artikel, den ein Herr Stephen C. Meyer in der Zeitschrift Proceedings of the Biological Society of Washington veröffentlicht hatte. Dessen Titel lautete „The origin of biological information and the higher taxonomic...