Lexikon
Wertphilosophie
Wertlehre; Axiologie; Timologiedurch H. Lotze Ende des 19. Jahrhunderts begründete philosophische Denkschule. Lotze versuchte eine Verbindung zwischen positivistischem Naturalismus und spekulativem Idealismus zu erreichen, indem er einen neuen Bereich der Werte einführte, deren Wirklichkeitscharakter als „Gelten“ bezeichnet wurde. – In der heutigen Wertphilosophie lassen sich verschiedene Richtungen unterscheiden: der Wertabsolutismus sieht in den Werten absolute, vom Menschen unabhängige Gegebenheiten; für den Wertidealismus sind sie ideale Gebilde ähnlich den platonischen Ideen (daher auch Wertplatonismus); für N. Hartmann, M. Scheler haben sie dabei ein ideales „Ansichsein“, während der Neukantianismus, wie W. Windelband, H. Rickert, ihnen nur ein „Gelten“ zuerkennt. Für den Wertrealismus sind Werte objektive Charaktere an und im Wirklichen. Demgegenüber erkennt der Wertrelativismus Werte nur in Bezug auf den Menschen an; Werte sind Korrelate subjektiver Wertung und Beurteilung; im Wertpsychologismus wird nur ein empirisches subjektives Werten anerkannt.
Wissenschaft
Ein neues Feld der Photovoltaik
Der Ausbau von Solaranlagen benötigt viel Platz. Doch viele geeignete Flächen werden bereits für die Landwirtschaft genutzt. Forscher suchen daher nach Wegen, beide Nutzungen zu kombinieren – und sehen großes Potenzial. von Rainer Kurlemann Die rheinische Ackerbohne könnte die deutsche Landwirtschaft verändern. Denn im Rahmen...
Wissenschaft
Wahr oder falsch?
Zeugenaussagen sind ein zentraler Bestandteil von Strafverfahren und Gerichtsverhandlungen. Doch allzu oft sind sie verzerrt. von JAN SCHWENKENBECHER Groß, dick, ja, er war’s. Da waren sich alle Zeugen des Überfalls auf die Nürnberger Stadtsparkasse in der Wölckernstraße im Jahr 1991 einig. Auch der Gutachter kam, nachdem er ein ...