Wissensbibliothek

Was waren Jesuitenstaaten?

Diese kleinen »unabhängigen Republiken« wurden von der katholischen Ordensgemeinschaft der Jesuiten errichtet. Ende des 16. Jahrhunderts kamen sie ins heutige Paraguay. Im Süden, nahe des Rio Paraná, errichteten sie Ansiedlungen, in denen sie mit der Urbevölkerung nach christlichen Idealen leben wollten. Das Land in den etwa 30 so genannten Reduktionen wurde gemeinschaftlich bearbeitet, die Indios vor Übergriffen der spanischen Kolonisatoren wie vor Überfällen brasilianischer Sklavenhändler geschützt. Die Jesuiten wurden 1767 auf Druck der weißen Oberschicht des Landes verwiesen. Misswirtschaft und Ausbeutung besiegelten schnell das Ende der Reduktionen. Die UNESCO erklärte 1993 zwei der größten zum Weltkulturerbe: Jesús del Tavarangue und Trinidad del Paraná.

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Wissenschaft

Das Leben vermessen

Digitale Zwillinge und ein ganzheitliches Verständnis der Biologie könnten die Gesundheitsmedizin entscheidend verbessern. von PETER SPORK Wissen Sie, was ein „medizinisches Selfie“ ist? Vermutlich nicht. Aber schon in zehn Jahren machen Sie es vielleicht von sich. Der Begriff stammt vom US-amerikanischen Mediziner und Buchautor...

Antiferromagneten, Elektronen
Wissenschaft

Eine neue Art des Magnetismus

Wichtig für die Elektronik von übermorgen: Jetzt glückte der Nachweis von Materialien mit der überraschenden Eigenschaft eines sogenannten Altermagnetismus. von DIRK EIDEMÜLLER Manchmal ist es in der Wissenschaft wie im normalen Leben: Man denkt, man kennt seine Umgebung genau, bis man plötzlich in einer Nachbarstraße ein...

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