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Fressen Laubheuschrecken nur Blätter?

Nein, die Laubheuschrecken (Überfamilie Tettigonioidea) vertilgen keineswegs allesamt Laub: Manche Arten bevorzugen Insekten, andere haben zumindest nichts gegen gelegentliche fleischliche Beikost einzuwenden. Die meisten der über 5000 Arten leben in den Tropen, nur ein paar Dutzend sind auch in unseren Breiten heimisch. Die wichtigste bei uns vertretene Familie bilden die Heupferde (Tettigonidae), zu denen beispielsweise das Grüne Heupferd und der Warzenbeißer zählen.

Heupferde ernähren sich überwiegend räuberisch. Schnelle Beutetiere ergreifen sie im Sprung mit den Vorderbeinen und töten sie sofort mit den starken Kiefern. Darüber hinaus verschmähen sie auch pflanzliche Kost wie Löwenzahn oder Vogelmiere nicht. Das bekannte, in fast jeder Sommerwiese anzutreffende Große oder Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima) verdankt seinen intensiven Grünton aber nicht etwa dem Blattgrün (Chlorophyll) aus seiner Kost, sondern stellt den Farbstoff selbst her. Sein Körper ist nur drei Zentimeter lang, aber durch die Flügel, die den Hinterleib weit überragen, wirkt es beträchtlich größer. Es fliegt ungern; meist erhebt es sich nur zur Flucht in die Luft und legt dabei nie mehr als 100 Meter zurück. Dank seiner Ortstreue kann man das schrille Zirpen der Männchen oft Abend für Abend aus demselben Busch oder Baum vernehmen.

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