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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

reißen

rei|ßen
V.
96
I.
mit Akk.; hat gerissen
1.
durch heftiges Ziehen trennen, zertrennen;
Papier r. (nicht schneiden); etwas in Stücke r.
2.
heftig, grob ziehen;
jmdn. an den Haaren r.; jmdn., etwas zu Boden, in die Höhe, zur Seite, in die Tiefe r.
3.
heftig und rasch wegnehmen;
jmdm. die Kleider vom Leibe r.; jmdm. etwas aus der Hand r.; Pflanzen aus dem Boden, Blätter vom Strauch r.; jmdn. aus dem Schlaf, aus seinen Träumen r.
übertr.
4.
durch heftiges Ziehen oder Stoßen entstehen lassen;
ein Loch in die Hose, die Mauer r.; der Nagel hat mir eine Wunde in die Haut, ins Bein gerissen
5.
Jägerspr.
mit den Reißzähnen totbeißen;
der Fuchs hat einen Hasen gerissen
6.
Gewichtheben
stemmen;
das Gewicht r.
7.
Hochsprung, Hürdenlauf
streifen und zum Fallen bringen;
die Latte, die Hürde r.
8.
veraltet
zeichnen
9.
in eine Metallplatte ritzen
II.
refl.; hat gerissen
1.
sich r.
durch heftiges Streifen an etwas sich verletzen;
ich habe mich (an dem Nagel) gerissen
2.
sich um etwas oder jmdn. r.
sich heftig bemühen, etwas zu bekommen oder jmdn. zu gewinnen;
die Leute rissen sich um die Ware; man reißt sich um ihn
III.
o. Obj.; ist gerissen
durch starken Zug entzweigehen;
das Seil ist gerissen; der Stoff, das Papier reißt leicht; jetzt reißt mir die Geduld!
übertr.
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