Wissensbibliothek
Wie mächtig ist die UNO heute?
Das hängt von ihrer Anpassungsfähigkeit an die neue Weltlage ab. Nach dem Ende der Blockkonfrontation und der Auflösung der Sowjetunion schien die Staatengemeinschaft vor einer Phase des friedlichen Miteinanders zu stehen. Aus dem Zerfall bisheriger Vielvölkerstaaten resultierten jedoch blutige Regionalkonflikte, und der Terrorismus entwickelte sich zu einer weltweiten Bedrohung. Im »Krieg gegen den Terrorismus« stützen sich die USA nicht auf die UNO, sondern auf gleichgesinnte Staaten (im Irakkrieg 2003 »Koalition der Willigen«). Daher steht die UNO vor der Frage, welche Rolle sie bei der Krisenbewältigung spielen soll, wenn die einzige Supermacht eigenmächtig handelt.
Kritisiert wird jedoch auch die Struktur der UNO, die die wichtigsten Entscheidungen ins Belieben der den Sicherheitsrat beherrschenden Großmächte stellt. Qualifizierte Mehrheitsentscheidungen wären eine Alternative. Um der Bedeutung der aufstrebenden Regionen gegenüber der »Alten Welt« gerecht zu werden, wird auch eine Vergrößerung des Sicherheitsrats gefordert. Außerdem könnten Gremien wie die Generalversammlung und der Wirtschafts- und Sozialrat von beratenden zu mitentscheidenden Organen werden. Diese Aufwertung stünde im Einklang mit dem traditionellen UNO-Grundsatz »ein Land – eine Stimme« und würde den Vereinten Nationen größere Legitimität verleihen.
Ein menschliches Gehirn im Computer?
Supercomputer sollen inzwischen leistungsstark genug sein, um ein komplettes menschliches Gehirn simulieren zu können. Das behaupten Physiker um Bruno Golosio von der Universität Cagliari in einer Fachpublikation, die kürzlich auf dem Preprint-Server arXiv erschienen ist. Wenn Sie mich fragen, klingt das nach Science-Fiction....
Ein Omnibus ohne Fahrer
Lebenswerte, grüne Städte und Regionen benötigen einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Doch dafür gibt es nicht genug Fahrer. Eine Alternative sind autonom fahrende Busse, Lkw und Shuttle-Fahrzeuge. Vielversprechende Projekte gibt es bereits. von ULRICH EBERL Auf den ersten Blick haben die Städte Tallinn und Seoul nicht...